25.3.2008 15:24

Martin Stranzl hält ÖFB-Team die Daumen:
Bleibt trotz der "Exoten-Verletzung" in Wien

  • Schleimbeutelentzündung zwingt zur Trainingspause
  • Spartak-Legionär fehlte in fünf von acht Testspielen

Verletzungssorgen vor einem Auftritt der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft werden bei Martin Stranzl schon fast zur traurigen Gewohnheit. Das Testspiel in Wien gegen die Niederlande miteingerechnet, hat der Burgenländer fünf der jüngsten acht Testspiele versäumt. Gegen die "Oranjes" zwingt den Legionär von Spartak Moskau eine Schleimbeutelentzündung an der Hüfte zur Untätigkeit.

Stranzl verspürte in der vergangenen Woche während einer Einheit in Moskau bei einem Schuss einen stechenden Schmerz im Hüftbereich und musste deshalb schon für das Liga-Spiel am Samstag passen. Erst wurde ein eingezwickter Nerv als Ursache vermutet, eine Magnetresonanz-Untersuchung im AKH, wenige Stunden, nachdem er das ÖFB-Training hatte abbrechen müssen, brachte schließlich Gewissheit über die genaue Art der Verletzung.

Trainingspause
Noch am Montag erhielt der 27-Jährige von Teamarzt Ernst Schopp eine Injektion, für die kommenden Tage bekam er absolute Ruhe verordnet. "Wenn alles optimal läuft, kann ich vielleicht am Donnerstag wieder mit Lauftraining beginnen", erzählte der Innenverteidiger. Trösten durfte sich Stranzl damit, dass ihm keine ähnlich lange Zwangspause wie bei seiner im vergangenen September erlittenen Knöchelverletzung droht, die ihn unter anderem für die Länderspiel-Doppel gegen Japan und Chile im September sowie gegen die Schweiz und die Elfenbeinküste im Oktober außer Gefecht gesetzt hatte.

"Exoten-Verletzung"
"Ich bin froh, dass ich jetzt weiß, was es genau ist und dass es nicht so schlimm ist", meinte Stranzl, der in seiner Karriere schon mehrere schwere Verletzungen erlitt. "Aber von einer Schleimbeutelentzündung im Hüftbereich habe ich noch nie etwas gehört. Ich bekomme scheinbar immer die Exoten-Verletzungen."

Der Ausfall des Abwehrspielers ist für Teamchef Josef Hickersberger doppelt bitter, da Stranzl zu Testzwecken im Hinblick auf die EM im zentralen defensiven Mittelfeld eingesetzt worden wäre. "Das ist schade, ich hätte gern gesehen, wie es mir auf dieser Position gegangen wäre. Aber wir können das bis zur EURO immer noch ausprobieren."

Zuschauer im Stadion
Von seinem Club erhielt Stranzl trotz der Verletzung die Erlaubnis, in Wien zu bleiben und die Partie gegen die Niederlande im Happel-Stadion mitzuverfolgen. Die "Elftal" schätzt der Russland-Legionär als hochkarätigen Gegner ein, was ihm auch sein Vereinskollege Stipe Pletikosa bestätigte, der beim 3:0-Erfolg der "Oranjes" im Februar in Split im kroatischen Tor stand. "Er hat gesagt, dass die Holländer sehr stark sind. Für uns wird es eine interessante Aufgabe, ich hoffe, dass wir ähnlich gut wie zu Beginn gegen die Deutschen spielen und ein Tor machen."

(apa/red)

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25.3.2008 15:24
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