EURO-Hoffnungen der Spanier gestiegen: Knapper 1:0-Erfolg gegen den Weltmeister
- Trainer Aragones gibt sich nun schon fast euphorisch
- Sehenswertes Volley-Tor von Villa führte zum Sieg

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Am Tag zuvor hatte Spaniens Teamchef Luis Aragones noch vor übertriebener Hoffnung für die EURO 2008 ("Wir zählen nicht zu den Favoriten") gewarnt, nach dem 1:0-Sieg im Freundschaftsspiel gegen Weltmeister Italien in Elche gab er sich schon euphorischer. Spanien habe eine "Batzen-Mannschaft mit der besten Verteidigung der Welt" besiegt, frohlockte der "Weise von Hortaleza", der freilich auch einräumte: "Ein Remis wäre ebenfalls nicht ungerecht gewesen".
Dass der Siegestreffer von David Villa in der 77. Minute aus einem sehenswerten Volley resultierte, verwunderte Aragones nicht: "Wir sind auf einen großartigen Gegner getroffen, der uns physisch überlegen war. Daher konnten wir ihn nur über die Ballbeherrschung schlagen." Bei den Spaniern kam Liverpool-Verteidiger Alvaro Arbeloa ab der 75. Minute zu seinem Teamdebüt, dem Coach imponierte aber insbesondere Barcelonas Mittelfeld-Ass Xavi. "Ich möchte heute keine Einzelkritik üben, aber er war wirklich ein Spektakel."
Rufe nach Raul werden laut
Eine etwas nüchterne Sicht der Dinge hatten vor dem 1:0 aber offenbar die 38.000 Zuschauer im voll besetzten "Estadio Martinez Valero". "Aus Langeweile", wie die Tageszeitung "El Pais" schrieb, begannen sie zu pfeifen und nach Raul zu rufen. Der Stürmerstar von Real Madrid wurde von Aragones zuletzt nicht ins Team einberufen, obwohl er mit 15 Toren an zweiter Stelle der Torschützenliste der Primera Division liegt.
"Luis" reagierte auf die Forderungen des Publikums gewohnt gelassen: "Mir ist das völlig egal, aber die Spieler tun mir leid. Da spielen sie wirklich akzeptabel gut und dann müssen sie solche Sachen erdulden." Die spanischen Sportzeitungen jedenfalls jubelten mit Aragones: "Villa stürzte den Champion", titelte "Marca" und "As" assistierte: "'La Roja' macht Hoffnung".
Freuen durften sich auch die Spielervertreter, die vor dem Match allfällige Prämien für die EURO 2008 aushandelten. Im Falle des Titelgewinn würde jeder Akteur laut "Marca" nicht weniger als insgesamt 540.000 Euro einstreifen. (apa/red)










