"Ich habe nach dem 0:7 wenig geschlafen":
Trapattoni laboriert noch am Rapid-Debakel
- Ratlosigkeit: "Ich bin auf keine Antwort gekommen"
- Trainer führte viele Gespräche mit seinen Spielern

·Rapid wähnte sich bei
7:0 "im falschen Film"
"Müssen erst realisieren,
was da passiert ist"
·BILDER: Rapid Wien bei 7:0 im Dauerjubel
Lange Gesichter bei Janko, Trapattoni & Co.
·UMFRAGE: Welches Team holt den Titel?
Salzburg von Austria
oder Rapid zu stoppen?
·UMFRAGE: Welches Team steigt heuer ab?
Erwischt es Neulinge oder
einen etablierten Verein?
Das 0:7-Debakel ist in den Reihen der aufgescheuchten "Bullen" noch immer Fußball-Thema und nicht nur dort. Auch Giovanni Trapattoni kam im Hinblick auf das Gastspiel des Meisters in Ried nochmals eingehend auf das Rapid-Spiel zu sprechen. "Für mich ist es sehr schwer, nach so einem Desaster zur Tagesordnung überzugehen. Ich habe die Nacht danach wenig geschlafen", gestand der Trainer von Red Bull Salzburg.
In seiner Ursachenforschung für das Versagen, das im Kampf um die erfolgreiche Titelverteidigung ein herber Rückschlag war, kam selbst der "Maestro" auf keinen grünen Zweig. "Ich bin auf keine Antwort gekommen. Die Mannschaft war wie benommen und gelähmt auf dem Platz", meinte der Italiener, der die gesamte Woche neben den Trainings auch dazu genützt hat, um mit seinen Schützlingen viel zu sprechen.
"Sie müssen sofort reagieren. Ich bin sicher, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigen wird", glaubt Trapattoni. Welche? Stolz und Mentalität seien gefragt. "Und dazu die Verantwortung und der Respekt den Fans und dem Verein gegenüber." Der 69-Jährige verlangt von allen Spielern bis zum Saisonende vollsten Einsatz. Urlaub sei erst ab Mai. Und er stellte dazu gleich die Rute ins Fenster.
"Ein Spieler, der keinen Einsatz zeigt, ist nicht mein Spieler", erklärte Trapattoni unmissverständlich. Im Titelrennen sei trotz des 0:7 noch immer alles möglich. "Nur dürfen wir nicht denken, was Rapid macht, sondern müssen schauen, was wir machen. Es gibt noch fünf Endspiele." Und in Blickrichtung seines Nachfolgers "Co" Adriaanse sagte der Italiener: "Ich bin nach wie vor überzeugt, dass ich ihm eine Mannschaft übergebe, die eine erfolgreich Zukunft vor sich hat."
(apa/red)
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