Jolanda Ceplak für zwei Jahre gesperrt:
800-m-Läuferin positiv auf EPO getestet
- Ex-Graf-Gegnerin eindeutig des Dopings überführt
- Leichtathletin hatte bisher alle Vorwürfe bestritten

Die slowenische 800-m-Läuferin Jolanda Ceplak ist wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Die Disziplinarkommission des slowenischen Leichtathletikverbandes bestätigte, dass die Bronzemedaillengewinnerin von Athen bei einer Dopingprobe im Vorjahr positiv auf EPO getestet worden war. Die zweijährige Sperre gilt seit Juli 2007, als die 31-jährige Mittelstreckenläuferin vom Weltverband IAAF suspendiert worden war.
Ceplak, die bisher alle Dopingvorwürfe bestritten hat, nahm wegen Erkrankung an der mehr als siebenstündigen Sitzung der Disziplinarkommission, die sich in Donnerstagnacht hinauszögerte, nicht teil, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA. Ceplak, die ihre Verteidigung an prozeduralen Fehler - vor allem bei der Entnahme der Proben - aufbaute, kann gegen die verhängte Sperre noch berufen.
B-Probe klar und deutlich positiv
"Der Senat der Disziplinarkommission hat sich sehr schwer dazu entschieden, dass Jolanda Ceplak gültig ist," sagte der Senatsvorsitzende Slavko Crne nach der Sitzung. Durch die vorgelegten Beweise sei allerdings keine andere Entscheidung möglich gewesen. "Das am meisten belastende Beweisstück war die Meinung von Hans Heid, der in Ceplaks Namen beim Öffnen der B-Probe anwesend war und später bestätigte, dass diese Probe klar und deutlich positiv war," erklärte Crne vor Journalisten.
IAAF suspendiert Ceplak schon im Juli
Ceplak war am 18. Juni 2007 in ihrer Wahlheimat Monte Carlo positiv auf das Blutdopingmittel Erythropoietin (EPO) getestet worden. Die A- und B-Probe enthielten Spuren von EPO. Die IAAF suspendierte die Mittelstreckenläuferin am 25. Juli 2007 und gab den Fall an den slowenischen Verband weiter.
Schnappte 2002 Steffi Graf den EM-Titel weg
Die Slowenin hatte 2002 bei der Hallen-EM in Wien der Kärntnerin Stephanie Graf den Titel in der Weltrekordzeit von 1:55,82 Minuten weggeschnappt. Neben dem EM-Titel vom Wien zählen zu ihren größten Erfolgen noch der EM-Titel von München (Freiluft) 2002, Bronze bei den Olympischen Spielen von Athen 2004 sowie der vierte Platz bei der Hallen-WM in Birmingham 2003. (apa/red)
