Mittwoch, 2. April 2008

Passkontrollen fallen weg: EU-Reisen nach Süd- und Osteuropa werden noch leichter

  • Reisedokument muss weiter mitgeführt werden
  • PLUS: Sicherheits-Checks an den Flughäfen bleiben

Flugreisen innerhalb Europas sind jetzt noch einfacher geworden. Die Europäische Union schaffte die letzten routinemäßigen Passkontrollen vor Flügen zwischen nunmehr 24 europäischen Staaten ab. Land- und Seereisende brauchten schon seit dem 20. Dezember 2007 an den Grenzen innerhalb der erweiterten Schengen-Zone keine Pässe mehr vorzuzeigen. Im Luftverkehr sollte für die Abschaffung der Passkontrollen die - am Sonntag erfolgte - Umstellung auf den Sommerflugplan abgewartet werden.

Damit entfallen die Kontrollen bei Flügen zwischen 15 alten Ländern der Schengen-Zone und den neun neuen EU-Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Ungarn und Malta. Nun überprüft der Grenzschutz dieser Länder nur noch jene Passagiere, die von außerhalb in die Schengen-Zone einreisen oder diese verlassen. Polizisten berichteten am Sonntag von einer reibungslosen Umstellung auf die erweiterte Schengen-Zone. Es handle sich nämlich nur um eine "Umleitung von Passagierströmen", hieß es.

Zur Schengen-Zone gehören alle 27 EU-Staaten außer Großbritannien, Irland, Rumänien, Bulgarien und Zypern sowie zusätzlich die Nicht-EU-Länder Norwegen und Island. Noch heuer soll der Schengen-Raum um die Schweiz und Liechtenstein erweitert werden, Zypern plant einen Beitritt im Jahr 2009, Bulgarien und Zypern wollen im Jahr 2012 folgen.

Weiterhin Kontrollen
Fluggäste der verschiedenen Zielgebiete müssen an den Airports streng getrennt werden und benutzen deshalb in der Regel unterschiedliche Terminals. Deshalb wurde das Ende der Kontrollen mit dem Wechsel des Flugplans zusammengelegt. Die reinen Sicherheitskontrollen vor dem Betreten der Gates blieben erhalten, betonte die slowenische EU-Ratspräsidentschaft kurz vor dem Abschluss der Schengen-Erweiterung. Auch müssen Reisende weiterhin Ausweisdokumente bei sich tragen.
(apa/red)

2.4.2008 15:02