Freitag, 28. März 2008

Friedenseinsatz in Manhattan: Darabos
bei UNO-General Ban-Ki Moon in New York

  • Gespräche über Engagements im Tschad und Kosovo
  • Österreichs Verteidigungsminister im NEWS-Interview

Verteidigungsminister Norbert Darabos ist nach New York gereist, um eine Reihe wichtiger Gesprächspartner zu treffen. Der wichtigste: UNO-Generalsekretär Ban-Ki Moon. Themen: der Tschad-Einsatz der EUFOR-Truppe, an dem sich auch Österreich beteiligt, Österreichs Mission im Pulverfass Kosovo und mögliche zukünftige Beteiligungen Österreichs an friedenssichernden UN-Missionen. Weitere Gesprächspartner in Darabos' Terminkalender: George Schwab und Richard Betts. Schwab vom einflussreichen Thinktank "National Committee on American Foreign Policy" und zudem Mitglied des "Council of Foreign Relations", Betts einer der renommiertesten Militärstrategen und langjähriger CIA-Berater. Zudem interessiert den vormaligen SP-Wahlkampfmanager der laufende US-Wahlkampf immens. So outet sich Österreichs Verteidigungsminister als Fan des demokratischen Shootingstars Barack Obama.

NEWS: UNO-Generalsekretär Ban-Ki Moon war Vermittler beim jüngsten Friedensabkommen zwischen dem Tschad und dem Sudan. Was ist es wert?

Norbert Darabos: Es ist ein Hoffnungsschimmer, der zeigt, dass beide Länder zumindest an den Verhandlungstisch zurückgekehrt sind. Ich hoffe, dass dieses Abkommen mehr wert ist als alle Vermittlungsversuche der Vergangenheit. Das Wichtigste ist, dass sich beide Seiten jetzt bereit erklärt haben, Rebellenorganisationen im jeweils anderen Land nicht länger zu unterstützen. Die EU-Mission wird umso erfolgreicher sein, je weniger kriegerische Scharmützel es in der Region gibt.

NEWS: Innenpolitisch gewinnen Sie mit dem österreichischen Tschad-Einsatz keinen Blumentopf. Warum ist Ihnen diese Mission trotzdem so wichtig?

Darabos: Wir haben die Grundlagen dieses Einsatzes sehr genau geprüft. Mir war klar, dass es am Beginn so eines Einsatzes von der Bevölkerung und auch von der veröffentlichten Meinung keine übermäßige Zustimmung geben kann und geben wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mission im Tschad aus humanitären Gründen mehr als gerechtfertigt ist. Außerdem: Es ist belegbar, dass die Grünen sogar eine Mission in Darfur unterstützen wollten. Das wäre noch gefährlicher gewesen. Ich meine: Im Tschad sind wir mit unseren Mitteln und unserem Know-how am richtigen Platz.

Das ganze Interview lesen Sie im NEWS 13/08!

28.3.2008 12:37