Maliki stellt Mahdi-Armee ein Ultimatum: Mehr als 150 Menschen bei Kämpfen getötet
- Kämpfe in Basra erreichen Bagdad und Nassiriyah
- Weitere Angriffe gegen die Mahdi-Armee von al-Sadr

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Die irakische Regierung hat die schiitische Miliz "Mahdi-Armee" des radikalen Predigers Muktada al-Sadr in der Ölmetropole Basra erneut zum Niederlegen der Waffen aufgefordert und ein entsprechendes Ultimatum bis zum 8. April verlängert. Wer sich daran halte, könne mit einer finanziellen Belohnung rechnen, sagte der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki. In der südirakischen Stadt liefern sich irakische Sicherheitskräfte und Sadr-Anhänger heftige Kämpfe.
Die Auseinandersetzungen haben auch auf Bagdad und andere Städte übergegriffen. Mehr als 150 Menschen sind dabei ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt. Am vierten Tag seit Beginn der Kämpfe ist die Gewalt auch in der südirakischen Stadt Nassiriyah eskaliert. Aus Sicherheitskreisen in der Stadt, die 350 Kilometer südlich von Bagdad liegt, hieß es, die Milizionäre der Mahdi-Armee hätten unter anderem eine Spezialeinheit der Sicherheitskräfte und das Gebäude der Kommunalverwaltung attackiert. Mehrere Milizionäre seien festgenommen worden.
Kämpfe in Nassiriyah
Bei den anhaltenden Gefechten zwischen der irakischen Armee und Schiiten-Milizen hat die "Mahdi-Armee" des Predigers Muktada al-Sadr das Stadtzentrum von Nassiriyah eingenommen. Kämpfer patrouillierten mit automatischen Waffen und Granatwerfern die Straßen. Laut Augenzeugen sollen die Schiiten auch den nahe gelegenen Ort Shatra unter ihre Kontrolle gebracht haben.
Brüchiger Waffenstillstand
Für die US-Streitkräfte im Irak hatte der von Sadr im Vorjahr verkündete Waffenstillstand mit zu einem deutlichen Rückgang der Gewalt beigetragen. Die Zahl der Mitglieder dieser Miliz wird auf bis zu 60.000 geschätzt. Sie hat vor allem bei den Schiiten in Bagdad und im Süden des Landes und unter den ärmeren Bevölkerungsschichten großen Zulauf.
Die US-Armee meldete unterdessen, ein amerikanischer Soldat sei durch eine Sprengstoffattacke in Ost-Bagdad ums Leben gekommen. US-Soldaten hatten die Zufahrtstraßen des mehrheitlich von den Sadr-Anhängern kontrollierten schiitischen Armenviertels Sadr-City im Osten von Bagdad blockiert.
(apa/red)
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