Neue Atom-Krise braut sich zusammen: Nordkorea will Abbau der Anlagen verzögern
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- Waffentest über Gelbem Meer: Raketen abgefeuert
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In Nordkorea stehen die Zeichen auf Sturm. Die Führung hat eine mögliche Verlangsamung des Prozesses zum Abbau ihrer Atomanlagen angekündigt. Dies werde dann der Fall sein, wenn Washington die Beilegung des Streits um Pjöngjangs Atomprogramm weiter verzögere, berichteten staatliche Medien. Unterdessen feuerte Nordkorea mehrere Kurzstreckenraketen zu Testzwecken über dem Gelben Meer ab.
Sollten die USA mit ihren Behauptungen fortfahren, dass etwas nicht Existentes existiere, werde das die entsprechenden Folgen haben, zitierte die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA einen Außenamtssprecher.
Urananreicherung in Nordkorea?
Nordkorea hatte im vergangenen Jahr zugestimmt, im Gegenzug für die Lieferung von Erdöl und anderen Gütern seine wichtigsten Atomanlagen abzubauen. Im November legte Pjöngjang eigenen Angaben zufolge sein Atomprogramm in einer Erklärung offen. Die USA beanstanden jedoch, dass der stalinistisch geführte Staat weder Auskunft über ein mutmaßliches Programm zur Urananreicherung erteilt hat noch über angenommene Atomlieferungen. Nordkorea bestreitet, je ein Programm zur Urananreicherung gehabt zu haben.
Raketen abgefeuert
Die Raketen seien von der Westküste aus ins Gelbe Meer geschossen worden, hieß es. Der südkoreanische Generalstab lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Der Norden hatte zuletzt über staatliche Medien konservativen Kräften im Süden vorgeworfen, die Entspannung in den beiderseitigen Beziehungen zu gefährden.
Vertreter Südkoreas ausgewiesen
Zuvor verwies Nordkorea mehrere Vertreter Südkoreas, die in einem gemeinsam betriebenen Industriekomplex nördlich der Demarkationslinie arbeiteten, des Landes. Die Ausweisungen wurden als Reaktion auf die harte Haltung der neuen konservativen Regierung in Südkorea gegenüber dem Norden gewertet.
Russische Raketen
Es werde vermutet, dass es sich um russische Raketen des Typs Styx gehandelt habe. Nordkorea habe zuvor als mutmaßliche Vorbereitung für die Tests den zivilen Schiffsverkehr vor einem Teilbereich der Westküste unterbrochen, hieß es.
(apa/red)
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