Dienstag, 25. März 2008

Krieg um Papiere für Guantanamo-Häftling:
Anwälte wollen Geheimdokumente einklagen

  • Zweifel an der Rechtmäßigkeit fünfjähriger Haftstrafe
  • "Taliban-Kämpfer" soll US-Soldaten getötet haben

Die Anwälte eines kanadischen Guantanamo-Häftlings wollen heute vor dem Obersten Gerichtshof des Landes die Herausgabe von Geheimdienst-Dokumenten gegen den Willen der Regierung durchsetzen. Die Unterlagen sollen Omar Khadr bei seinem Prozess vor einem Militärgericht im US-Gefangenenlager auf Kuba helfen. Sie enthalten unter anderem ein Verhörprotokoll des 21-Jährigen durch kanadische Geheimdienst-Mitarbeiter.

Die Anwälte zweifeln die Rechtmäßigkeit der Haft Khadrs an, der 2002 als 15-Jähriger in Afghanistan festgenommen wurde. Khadr sitzt als letzter Bürger eines westlichen Landes in Guantanamo ein. Die USA werfen ihm vor, als Taliban-Kämpfer einen US-Soldaten mit einer Handgranate getötet zu haben. (apa/red)

25.3.2008 22:18