Heftige Gefechte in den Straßen des Iraks: Konflikt mit Sadr-Miliz trotz Wafffenstillstand
- Krankenhäuser berichtet von zahlreichen Verletzten
- Sprecher der Miliz sind bereit für Verhandlungen
·Neue Kommentare zur Irakinvasion 2003
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In den Straßen Basras sind heftige Gefechte ausgebrochen. Sicherheitskräfte sind gegen Anhänger der schiitischen Badr-Miliz vorgegangen. Auslöser war ein Polizeieinsatz in einem Stadtviertel, das als Hochburg der Miliz gilt. Sprecher der Miliz erklärten aber weiterhin Verhandlungsbereitschaft.
Anhänger des radikalen Schiitenpredigers Muktada al-Sadr und irakische Sicherheitskräfte haben sich in der südirakischen Stadt Basra heftige Gefechte geliefert. Die Kämpfe brachen kurze Zeit nach einem Polizeieinsatz im Stadtviertel Al Tamiya aus, das als Hochburg von Sadrs Mahdi-Miliz gilt. Explosionen von Mörsergranaten und Schusswechsel waren zu hören. Ein Polizeisprecher bestätigte den Einsatz. Im größten Krankenhaus der Stadt war von zahlreichen Verletzten die Rede.
Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat den Militäreinsatz gegen schiitische Milizen persönlich beaufsichtigt. Maliki sei bereits am Tag zuvor mit einer Delegation eingetroffen und befinde sich in einem Stützpunkt der irakischen Armee, sagte ein britischer Militärsprecher der Nachrichtenagentur AFP. Eine andere Vertreterin der britischen Armee betonte, britische Soldaten seien an dem Einsatz nicht beteiligt. Dieser sei "rein irakisch".
Spaltung der Sadr-Miliz
Ein örtlicher Sprecher der Sadr-Miliz erklärte, die Regierung gehe gegen Kämpfer vor, die Sadrs Befehl einer Waffenruhe ablehnten. "Wir sind bereit für Verhandlungen und wollen die Dinge beruhigen", betonte er.
Zuvor hatten die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre für die ganze Provinz Basra verhängt. Mit der Maßnahme würden das Recht durchgesetzt und Verbrecher gejagt, sagte der örtliche Sicherheitschef, General Mohan al-Furayji. Die Ausgangsperre gilt demnach bis auf weiteres zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr Ortszeit.
(apa/red)
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