Sonntag, 30. März 2008

Zustand eines Opfers nach Busunglück kritisch: 70-Jährige ringt mit dem Tod

  • PLUS: Sekundenschlaf als Auslöser des Unfalls

Nach dem schweren Busunglück auf der Westautobahn (A1) in Oberösterreich, bei dem ein Passagier getötet und 45 weitere verletzt wurden, befindet sich eine 70 Jahre alte Frau noch in kritischem Zustand. Nach Angaben des Busfahrers war Sekundenschlaf der Auslöser für das Unglück.

Der mit 56 polnischen Urlaubern im Alter von 17 bis 70 Jahren voll besetzte Reisebus war auf der Westautobahn in Fahrtrichtung Salzburg unterwegs. Gestartet war man in Opole, rund 100 Kilometer südöstlich von Breslau. Ziel der polnischen Reisegruppe wäre Südtirol gewesen. Dort wollten sie ihren Skiurlaub verbringen. Wie die Polizei mitteilte, durchbrach der Bus die Leitplanken "in einem leichten Linksknicks der Fahrbahn", stürzte über eine Böschung und kippte um.

Auf Lenker wartet Prozess
Bei dem Toten handelte es sich um einen 41-jährigen Polen. Die Staatsanwaltschaft Wels ordnete die Obduktion des Leichnams an. Nach ersten Erkenntnissen ist der Mann aufgrund einer schweren Armverletzung noch an der Unfallstelle verblutet. Den Lenker des Unglückfahrzeuges erwartet ein Prozess in Österreich wegen "fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr". Dem Mann droht im Falle einer Verurteilung eine Höchststrafe von einem Jahr unbedingter Haft.

Die vier Schwerverletzten wurden mit ÖAMTC-Rettungshubschrauber und Notarztwagen in das AKH Linz, UKH Linz und in das AKH Wels eingeliefert. Nach Angaben der Polizei befindet sich noch ein Opfer, eine 70-Jährige, in kritischem Zustand. Allen anderen gehe es "den Umständen entsprechend gut", wie die Krankenhäuser mitteilten. Teilweise würde schon über die Botschaft deren Rücktransport nach Polen vorbereitet.

(apa/red)

30.3.2008 16:30