2 Polizisten bei LKW-Kontrolle verstrahlt: Führte radio-aktives Frachtmaterial mit sich
- Beamte überprüften einen niederländischem Tieflader
- Während Kontrolle Neutronenstrahlung ausgesetzt

Bei einer Lkw-Kontrolle in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) sind am Ostermontag zwei Polizisten mit radioaktivem Material verstrahlt worden. Die Beamten überprüften einen Tieflader mit niederländischem Kennzeichen, der unter anderem eine Bohrausrüstung transportierte. Während ihrer Tätigkeit waren sie einer Neutronenstrahlung ausgesetzt.
Wie hoch die Dosis war, ließ sich allerdings nicht genau bestimmen, bestätigte der Leiter der Verkehrsabteilung Burgenland gegenüber der APA einen Bericht des ORF Burgenland. Den beiden Beamten, die der Strahlung ausgesetzt waren, gehe es gut, fügte er hinzu. Auf das Ergebnis der Blutuntersuchung warte man noch.
Bald soll es auch ein Gespräch mit einer Arbeitsmedizinerin geben, um abzuklären, ob zusätzlich eine nuklearmedizinische Untersuchung durchgeführt werden soll.
Der Tieflader, der sich auf dem Weg von Rumänien nach Luxemburg befand, transportierte einige Kisten mit Metallteilen, darunter befand sich auch ein Bohrer, wie er bei Probebohrungen benutzt wird. Bei einer Überprüfung stellte man zunächst Cäsium-Werte "im Normbereich" fest. Da die Ladung nicht ordnungsgemäß deklariert war, wurde ein weiteres Messgerät vom Innenministerium angefordert.
Mit Hilfe dieses Apparates wurde dann eine Neutronenstrahlung festgestellt. Die exakte Höhe der Strahlendosis konnte man jedoch nicht feststellen. Nachdem der Transport durch die Firma ordnungsgemäß deklariert worden war, durfte er seine Fahrt fortsetzen.
(apa/red)
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