Freitag, 28. März 2008

Spurensuche beim Linzer Doppelmord: Die genaue Auswertung aller Hinweise beginnt

  • Ein Teil der DNA-Spuren wurde schon untersucht
  • Behörden rekonstruieren die letzten Tage der Opfer

Im Fall des Linzer Doppelmordes ist ein Teil der DNA-Spuren ausgewertet, der Rest der Ergebnisse wird für kommende Woche erwartet. Das berichtete Walter Folger vom Landeskriminalamt Oberösterreich der APA. Nun müssen die Ergebnisse in akribischer Kleinarbeit Personen zugeordnet und Zufallsspuren ausgeschlossen werden.

Vergangene Woche waren in einer Wohnung in Linz-Urfahr die Leichen des 45-jährigen Besitzers und seines 51-jährigen Bekannten entdeckt worden. Sie dürften bereits eine Woche dort gelegen sein. Beide Tote wiesen Stichverletzungen auf. Heiße Spur gibt es vorerst offenbar keine. Derzeit versuchen die Kriminalisten die letzten Tage der Opfer zu rekonstruieren. Dazu zähle auch die Handyauswertung, die aber noch nicht abgeschlossen sei, so Folger.

Einen Zusammenhang mit der Messerattacke auf einen 51-jährigen Arzt der Linzer Landesnervenklinik Anfang März sehen die Ermittler "eher nicht", wollen ihn aber auch nicht ausschließen. Der Mediziner, der eines der Opfer als Drogentherapeut betreut hatte, war bei dem Attentat lebensgefährlich verletzt worden, konnte aber mittlerweile das Spital verlassen.

(apa/red)

28.3.2008 11:30