Schmied will Lösung bei Restitutionsfrage: Vorschlag für Klärung bei Stiftung Leopold
- Stiftung soll Provenienz der Kunstgegenstände klären
- Rudolf Leopold will den konstruktiven Weg mitgehen
·Grüne fordern 5.000 Euro für NS-Opfer!
Glawischnig kündigt eine Initiative in Nationalrat an
·Wien: Muzicant will Museums-Schließung
Weil das Leopold Museum
auch Raubkunst ausstelle
·Albertina-Rückgabe "Spitze des Eisbergs"
'profil': Restitutionsfragen gehen noch Jahre weiter
Kulturministerin Schmied stellte gemeinsam mit Clemens Jabloner, dem Vorsitzenden des Restitutionsbeirates, Details zu den geplanten Veränderungen beim Kunstgüterrückgabegesetz vor. Damit soll die Restitution laut Schmied "noch ein Stück präziser, noch klarer, noch rascher" gehandhabt werden. Eine Regelung für umstrittene Kunstwerke aus der Stiftung Leopold wird erst erarbeitet.
Als erster Schritt soll die Stiftung in die Provenienzforschung des Bundes miteinbezogen werden. "Ich strebe eine klare Regelung der Restitutionsangelegenheiten der Stiftung Leopold an", machte Schmied einmal mehr deutlich. "Die Debatte in den letzten Wochen hat der Stiftung und der Republik Österreich geschadet." Bis Ende April sollen am Leopold Museum zwei vom Bund bezahlte Restitutionsforscher ihre Arbeit aufnehmen, für Schmied "ein Schritt in Richtung Klarheit, der unverzichtbar ist."
Es gebe "bereits klare Mehrheiten im Vorstand, die sich für eine derartige Öffnung aussprechen", meinte Schmied und wertete auch Aussagen von Sammler Rudolf Leopold in der heutigen "Presse" als "sehr positives und konstruktives Signal". In einem Interview mit der Tageszeitung hatte der Museumsleiter gesagt, er wolle den Weg "einer Versachlichung der Diskussion (...) mitgehen.
Im selben Interview bejaht Leopold allerdings die Frage, ob er sich zu Unrecht angegriffen fühle. Es gebe keinen von Ariel Muzicant, dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), vorgebrachten Fall, der stimme: "Da werden lauter Lügen oder Halbwahrheiten verbreitet." Auch im Fall des in den USA beschlagnahmten Schiele-Gemäldes "Wally" habe man zu Beginn des Prozesses eine Ausgleichszahlung anbieten wollen: "Ronald Lauder (...) sagte mir damals, die Erben wären mit rund zwei Millionen Dollar einverstanden. Wir haben das im Vorstand vorgetragen, aber keine Zustimmung bekommen."
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Erdbeben in Italien13:28
Österreich spürte BebenÜber 1.000 Menschen meldeten Erdstöße - sogar bis Linz und Wien spürbar
