Mittwoch, 19. März 2008

Osterhäschen haben nur wenig zu lachen: Viele Langohren kommen unter die Räder

  • Besonders Niederösterreichs Straßen sind gefährlich
  • Auch andere Wildtiere zählen zu den Verkehrsopfern

Besonders um Ostern herum sind viele Hasen unterwegs. Doch diese aktive Zeit nach der Winterruhe wird vielen zum Verhängnis. Im Vorjahr wurden laut Jagdstatistik 34.045 Langohren und Kaninchen von Lkw und Pkw getötet. Niederösterreich ist mit mehr als 18.000 langohrigen Opfern das gefährlichste Bundesland für Meister Lampe.

Eine hohe Opferzahl weisen auch Oberösterreich (6.545), das Burgenland (4.014) und die Steiermark (3.709) für die (Oster)Hasen auf. Doch der Straßenverkehr ist nicht nur für Meister Lampe gefährlich. 2007 sind in Österreich insgesamt rund 90.000 Wildtiere von Autos und Lkw "erlegt" worden. Neben den Hasen erwischt es Rehe und Fasane am öftesten. 36.251 Rehe und 11.817 Fasane scheinen entsprechend in der Jagdstatistik auf.

Der Lebensraum der Tiere werde durch den massiven Straßenausbau immer mehr zerschnitten. Neben den am Boden lebenden Wildtieren leiden auch Vögel unter dem Lkw- und Autoverkehr. Greifvögel überfliegen keine stark befahrenen Straßen, Singvögel geben infolge von dauerhaftem Verkehrslärm weniger Töne von sich.

(APA/red)

19.3.2008 12:01