Montag, 17. März 2008

Bräuche und Traditionen: Neues Buch zur bunten Kulturgeschichte rund um Ostern

  • Autorin beleuchtet verschiedene Facetten des Festes

Die Grazer Autorin Christa Höller hat in ihrem neuen Buch "Kulturgeschichten um Ostern" Bräuche und Traditionen rund um das Fest versammelt. Dabei beschränkt sich das wunderschön illustrierte Werk nicht nur auf Themen wie Osterkarten oder Volkskunst auf Ostereiern, sondern wirft auch einen Blick auf die Musik oder die Feierlichkeiten in anderen Ländern.

"Ostern ist nicht die Zeit großer Geschenke. Das hat bein Gutes, denn so bleibt diesem Fest die Hektik des Einkaufens, aufdringliche Reklame und das Diktat der Supermärkte erspart", so die Autorin. Sie erklärt zu Beginn, wie es jeweils zum Datum für Ostern kommt, wobei die Verbindungen zum jüdischen Pessach-Fest deutlich gemacht werden. Osterhase und Huhn, Weiden und Narzissen werden ebenso vor dem österlichen Kontext besprochen wie Kinderspiele im Frühling.

Eine Sammlung interessanter Osterkarten ist abgebildet und zeigt, wie sich der Geschmack im Laufe der Zeit gewandelt hat bzw. welche "Raritäten" manchmal verschickt wurden. Ein eigenes Musikkapitel widmet sich nicht nur der an einem Karfreitag uraufgeführten "Matthäuspassion" von Johann Sebastian Bach und dem Osterklassiker "Parsifal", sondern wirft auch einen Seitenblick auf Strawinskys "Le Sacre du Printemps" und einige Frühlingslieder.

Erwähnung finden auch die berühmten Faberge-Eier, die im 19. Jahrhundert für die kaiserliche Familie in Russland gefertigt wurden und seit 1990 von einem deutschen Goldschmied neu interpretiert werden. (apa/red)

17.3.2008 16:28