Montag, 17. März 2008

Beschluss der europäischen Kommission:
DVB-H nun Standard für Handy-Fernsehen

  • Soll jetzt anderen Technologien vorgezogen werden
  • Italien bei kommerziellen DVB-H-Diensten Vorreiter

Die Europäische Union hat mit DVB-H einen einheitlichen Standard für Handy-Fernsehen festgelegt. Die EU-Kommission hat beschlossen, DVB-H in die Liste der EU-Standards aufzunehmen, und alle Mitgliedsländer angewiesen, diese Technik anderen Technologien vorzuziehen. In Österreich ist erst vor wenigen Wochen die Lizenz für den Betrieb der DVB-H-Plattform vergeben worden, die Hoffnung ist, dass Handy-Fernsehen via DVB-H noch vor der EURO 2008 starten kann.

Geht es nach der Kommission, soll der Beschluss den Aufbau von Mobil-TV in ganz Europa vorantreiben. Bis 2011 könnte das Mobilfernsehen weltweit rund 500 Mio. Zuschauer und ein Marktvolumen von 20 Mrd. Euro erreichen, hieß es in einer Aussendung. Laut Martin Selmayr, Sprecher von EU-Medienkommissarin Viviane Reding, wolle die Kommission den Streit um die einheitliche Norm beim Handyfernsehen und anderen mobilen Endgeräten beenden.

DVB-H sei gegenwärtig die am weitesten verbreitete Mobilfernsehform in der EU, sagte Selmayr. Derzeit befindet sich die Technologie in 16 Ländern zwischen Erprobung und Markteinführung. Italien ist bei den kommerziellen DVB-H-Diensten Vorreiter, weitere Länder - neben Österreich auch Finnland, Frankreich, die Schweiz und Spanien - sollen dieses Jahr folgen. Für die Nutzer soll die Förderung eines einheitlichen Standards den Vorteil haben, dass sie mit dem Handy oder anderen mobilen Geräten jederzeit und überall in Europa fernsehen können. (apa/red)

17.3.2008 15:13