Strenges Vorgehen gegen Handymasten:
Steirischer Landtag will Strahlung limitieren
- Möchte 'Salzburger Vorsorgewert' verbindlich machen
- Antrag der Grünen von allen Parteien beschlossen
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Geht es nach dem steirischen Landtag, soll die elektromagnetische Strahlung, die von Handy-Sendemasten ausgeht, streng limitiert werden. In einer in der Vorwoche verabschiedenden Beschluss tritt man an den Bund mit dem Ersuchen heran, der sogenannte "Salzburger Vorsorgewert" möge österreichweit als verbindlich festgelegt werden, um das Gesundheitsrisiko zu minimieren.
ÖVP, SPÖ und KPÖ traten dem Entschließungsantrag der Grünen bei und fassten einstimmig den appellativen Beschluss. Beim von steirischer Seite gewünschten "Salzburger Vorsorgewert" - maximale Strahlung ein Mikrowatt pro Quadratmeter innen und zehn Mikrowatt außen - handelt es sich derzeit nur eine Empfehlung des Umweltmediziners des Landes Salzburg.
Eben dieser Umweltmediziner, Gerd Oberfeld, hat zuletzt mit einer umstrittenen Studie im Auftrag des steirischen Gesundheitsreferenten Helmut Hirt (S) über erhöhtes Krebsrisiko im Bereich einer angeblichen alten C-Netzsendeanlage in Hausmannstätten bei Graz für Aufsehen gesorgt. Die Mobilkom Austria hat diese scharf zurückgewiesen und eine Unterlassungsklage eingebracht.
Kritiker mundtot machen?
Die steirischen Grünen sehen in der Klage den Versuch, einen Kritiker mundtot zu machen. Neben der Forderung nach der Einführung des "Salzburger Vorsorgewertes" sieht der von ihnen lancierte Beschluss auch eine Informationskampagne vor, in der die Bevölkerung auf die Gefahren der Mobilfunknutzung hingewiesen wird. Keine Mehrheit erhielt übrigens der dritte Punkt im Antrag, der einen "differenzierten und zurückhaltenden Einsatz von WLAN" im Zuständigkeitsbereich des Landes einforderte - durch eine Panne (es waren zum Zeitpunkt der Abstimmung zu wenige SPÖ-Abgeordnete anwesend, Anm.) konnte seine Beschlussfassung von der ÖVP verhindert werden. (apa/red)
