Freitag, 18. April 2008

Such-Monopol für Google in Österreich:
Erste Wahl für 92% aller heimischer User

  • Durchschnittsösterreicher stellt 7 Anfragen pro Tag
  • Gratis-Recherche für Alpenrepublik am wichtigsten

Der Durchschnittsösterreicher stellt sieben Suchanfragen pro Tag im World Wide Web. Frauen benutzen im Schnitt viermal täglich eine Suchmaschine, Männer tun es mehr als doppelt so oft. Google ist dabei für 92 Prozent der Internet-Nutzer aber immer die erste Wahl. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Marketagent.com im Rahmen einer Studie für das Buch "Die Google-Falle" von Gerald Reischl.

Hochgerechnet auf mehr als vier Millionen Nutzer in der Alpenrepublik ergeben sich knapp 30 Millionen Suchanfragen täglich. Einer von zwei Österreichern tut es täglich, vier von fünf Österreichern zumindest mehrmals pro Woche, wie die Befragung von 500 Webaktiven im Alter von 14 bis 59 Jahren ergab.

Knapp 60 Prozent der Nutzer geben beim Suchen mehrere einzelne Worte ein. Weitere 50 Prozent beschränken sich auch schon einmal auf ein einzelnes Wort. Weniger verbreitet im Such-Habitus ist hierzulande dagegen die Verwendung von Wortgruppen unter Anführungszeichen (22,1 Prozent), die Auflistung mehrerer Begriffe, die mit Plus- oder Minus-Zeichen verknüpft werden (21,2 Prozent), die Phrasensuche (20,1 Prozent) oder die Suche nach ganzen Sätzen (12,1 Prozent).

Über das Wichtige bei einer Suchmaschine ist man sich einig: Die Recherche im Internet muss vor allem kostenlos ("sehr wichtig": 78,8 Prozent), schnell (65,2 Prozent) und übersichtlich (62,1 Prozent) sein. 55,6 Prozent listen Google unter den drei von ihnen am häufigsten besuchten Websites auf und 38,5 Prozent haben diesen Dienst momentan als Startseite auf ihrem Computer gespeichert. 56,3 Prozent nutzen die Suchmaschine zu Hause und im Job, nur 21,7 Prozent geben an, Google ausschließlich privat zu verwenden.

Ein Internet-Leben ohne Google - für die Mehrheit der Nutzer in Österreich kaum vorstellbar. Zwei Drittel der "Googler" würden laut Umfrage die Suchmaschine sehr, neun von zehn zumindest eher vermissen. Bei einem Ausfall würde jeder Dritte auf Yahoo zurückgreifen. (apa/red)

18.4.2008 10:35