Regierung erhöht Budget für F & E: 2008 stehen 497 Millionen Euro zur Verfügung
- Erstmals waren Kompetenzzentren ausgeschrieben

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Das Infrastrukturministerium wird laut Forschungsstaatssekretärin Kranzl im heurigen Jahr 497 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung (F&E) investieren. Das ist ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr, in dem 464 Mio. Euro bereitgestellt wurden. Die gesetzten Maßnahmen im Zuge von Forschungsprogrammen und -initiativen "fruchten", zeigte sich Kranzl über die Entwicklung im F&E-Bereich zufrieden.
So seien etwa die Innovationsschecks, "F&E-Gutscheine" für Unternehmen im Wert von je 5.000 Euro, im Rahmen der Initiative "Forschung schafft Arbeit" sehr gut angenommen worden. Das im vergangenen Winter gestartete Programm ist insgesamt mit fünf Mio. Euro dotiert. Bis dato sind laut Kranzl bereits 1.047 Schecks von Unternehmen beantragt worden.
Kompetenzzentren erstmals ausgeschrieben
Ebenfalls erstmalig ausgeschrieben waren im vergangenen Jahr die neuen Kompetenzzentren unter dem Förderungsprogramm COMET (K-, K1-, K2-Zentren). Für August 2008 kündigte Kranzl eine zweite Ausschreibung an, eine Entscheidung über die nächste Generation der Kompetenzzentren sei damit im Sommer 2009 zu erwarten. Als ein neues Programm ist heuer auch das "Headquarter"-Programm des Infrastrukturministeriums mit 20 Mio. Euro Budget zu erwarten. Es dient dem nachhaltigen Auf- und Ausbau neuer Forschungs- und Entwicklungskompetenz im Land.
Kranzl geht davon aus, dass Österreich beim endgültigen Ergebnis der F&E-Quote gemessen am Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2007 "etwas unter" dem vorläufig von der Statistik Austria berechneten Wert von 2,54 Prozent liegen wird. Doch man halte an dem EU-Ziel von drei Prozent bis 2010 fest. Seitens der Regierung seien bis zum Jahr 2010 insgesamt um 800 Mio. Euro mehr für F&E geplant. Für 2008 fallen dabei 100. Mio. Euro mehr Mittel an. Das Verhältnis von öffentlichen zu privaten Forschungsausgaben liegt laut Kranzl 2007 bei 39 Prozent gegenüber 61 Prozent aus dem Unternehmenssektor - von der Regierung angestrebt wird ein Verhältnis von ein Drittel zu zwei Drittel.
(apa/red)

