Freispruch von Amtsmissbrauch-Verdacht: Wiener Polizeichef bietet Geiger Top-Job an
- Gespräch nach Ostern soll Rückkehr zu Polizei klären
- Pürstl: "Können auf solche Leute nicht verzichten."

·Prozess für Geiger nicht ausgestanden
Staatsanwalt geht gegen Freispruch in Berufung
·Wien: Freispruch für Hofrat Ernst Geiger
Von Vorwurf des Amts-
Missbrauchs entbunden
Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, steht der suspendierte und in der Vorwoche vom Verdacht des Amtsmissbrauchs freigesprochene Top-Polizist Ernst Geiger vor einer möglichen Rückkehr in den Wiener Polizeidienst. Sollte das Urteil aus der vergangenen Woche rechtskräftig werden, will Wiens Polizeichef Gerhard Pürstl dem ehemaligen Kripo-Chef einen Spitzenjob bei der Polizei anbieten. Pürstl im NEWS-Interview: "Wir können und dürfen auf solche Leute nicht verzichten."
Der Hintergrund: Laut Dienstrecht steht Geiger nach seiner Rehabilitierung ein gleichrangiger Posten zu. Das Problem dabei: Fast alle Spitzenjobs bei der Wiener Polizei sind nach den Skandalen der letzten Jahre (Fall Horngacher, etc.) neu besetzt worden, pensionsbedingte Abgänge nicht in Sicht.
Geiger, der immer wieder betont hatte, in der Privatwirtschaft bleiben zu wollen, wird sich jedenfalls in der Woche nach Ostern mit dem neuen Wiener Polizeipräsidenten zu einem "klärenden Gespräch" treffen.
Dem "Kronzeugen" der Anklage gegen Geiger, dem mittlerweile dienstversetzten Ex-KD1-Chef Roland Frühwirth, droht übrigens nach dem Urteil ein Verfahren wegen "Irreführung der Justiz". Geigers Anwalt Manfred Ainedter wiederum will mit einem Amtshaftungsbegehren den durch dessen Suspendierung entstandenen Einkommensverlust des Ex-Polizisten einfordern.
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