Parteiinterne Kritik an Wolfgang Schüssel: ÖVP möchte laut Maier nicht neu wählen
- Solle mehr als nur Vergangenheitsschutz betreiben
- NEWS: Abgeordneter in Sachen Steuerreform offen

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In einem Interview im Nachrichtenmagazin NEWS übt der prominente VP-Abgeordnete Ferdinand Maier scharfe Kritik an VP-Klubobmann Wolfgang Schüssel: "Wir hätten den Untersuchungsausschuss gemeinsam beschließen sollen. Das hätte die Koalition dann nicht so belastet."
Aber Maier geht auch mit Schüssels persönlichen Auftritten hart ins Gericht: "Die Pressestunde des Klubobmannes im Jänner war doch etwas ungewöhnlich. Der Klubobmann hatte gemeint, dass die Teuerung ein Hammer sei und dass die Sozialpartner sich dieser Frage annehmen sollten. Das ist eine Verhöhnung seiner eigenen Analyse, wenn man weiß, wie sehr Wolfgang Schüssel die Sozialpartner geschätzt hat. Und ich glaube, dass dieser Sager auch deshalb nicht glücklich war, weil die ÖVP den Finanzminister stellt" Und so Maier weiter: "Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn der politische Mitbewerber anfängt sich den Kopf zu zerbrechen."
In Sachen Steuerreform schon 2009 zeigt sich Maier offen: "Angesichts veränderter Wirtschaftsentwicklungen sollte man flexibel bleiben. Man muss sich gemeinsam hinsetzen, gemeinsam neue Ideen entwickeln und nicht sklavisch an irgendwelchen Regierungsprogrammen festhalten."
Und Maier hat noch eine klare Botschaft an Schüssel: "Meine Empfehlung wäre es, das eine oder andere noch mal zu prüfen und auch ein wenig loszulassen und nicht nur Vergangenheitsschutz zu betreiben. Schüssel sollte wissen, dass eigentlich keiner Neuwahlen will. Zumindest nicht die Wähler, wichtige VP-Länderorganisationen oder große Teile des VP-Klubs.
Die ganze Story lesen Sie im NEWS 12/08!
