Österreicher doch nicht so pessimistisch: Sehen im Schnitt aber Zukunft weniger rosig
- Im Schnitt aber weniger optimistisch für Zukunft
- 65 % rechnen mit Stagnation der Lebensumstände

Die Österreicher sind hinsichtlich ihrer Zukunft - entgegen der landläufigen Meinung - nicht pessimistischer als die Durchschnittseuropäer. 13 Prozent der EU-Bürger befürchten, dass sich ihr Leben in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern wird - unter den Österreichern sind es ebenso viele. Beim Optimismus zeigen sich die Österreicher hingegen deutlich schaumgebremster als der EU- Schnitt.
30 Prozent der Europäer glauben, dass sich ihre Lebenssituation innerhalb des nächsten Jahres spürbar verbessert, in Österreich hegen nur 21 Prozent diese positive Erwartung. Dieses Stimmungsbild geht aus einer aktuellen Umfrage des europäischen Statistikamtes Eurostat hervor, in deren Rahmen mehr als 30.000 Bewohner der 27 EU- Mitgliedstaaten und der drei Beitrittskandidaten Kroatien, Mazedonien und Türkei befragt wurden.
Der Anteil der Optimisten erstreckt sich in der EU von 15 Prozent in Ungarn bis 42 Prozent in Schweden. Kaum Pessimisten gibt es in Dänemark mit zwei Prozent, wohingegen mehr als jeder dritte Ungar mit Unbehagen in die Zukunft schaut.
Der Großteil der Österreicher, nämlich 65 Prozent, rechnet damit, dass sich ihre eigene Lebenssituation weder positiv noch negativ verändern wird. Das entspricht dem EU-Trend, auch wenn hier laut Umfrage nur durchschnittlich 54 Prozent von einem Gleichbleiben ausgehen.
Untergliedert nach dem Alter muss man feststellen, dass jüngere Menschen deutlich positiver nach vorne blicken als ältere. Während EU -weit die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen auf Verbesserungen ihrer persönlichen Situation hofft, teilen diese positive Zukunftserwartung nur 13 Prozent der über 55-Jährigen. Höher Gebildete bewerten ihre persönlichen Lebenschancen doppelt so positiv wie jene mit geringerem Schulabschluss.
(apa/red)
