IWF senkt Wachstumsprognose: Für unser Land von 2,5 % auf nur noch 2 % revidiert
- Warnte außerdem vor zu hohen Gehaltsabschlüssen
- Risiken seien Euro-Dollar-Wechselkurs & der Ölpreis
Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkt seine Wachstumsprognose für Österreich. War der Währungsfonds im Herbst für 2008 noch von einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent ausgegangen, erwartet er nun nach einer Länderprüfung heuer und im nächsten Jahr "rund zwei Prozent".
IWF-Missionschef für die Österreich-Länderprüfung, Paul Hilbers, mahnte zu weiteren Haushaltseinsparungen, insbesondere bei Ländern und Gemeinden. Um ein ausgeglichenes Budget über den Konjunkturzyklus zu erreichen, müsse die Regierung mehr Anstrengungen unternehmen. Eine Steuersenkung sollte es erst danach geben, sagte Hilbers.
Warnung vor zu hohen Gehaltsabschlüssen
Gleichzeitig warnte der Währungsfonds vor zu hohen Gehaltsabschlüssen angesichts der hohen Inflation. Es sei "wichtig, die Lohnabschlüsse unter Kontrolle zu halten, damit es nicht zu einer Lohn-Preis-Spirale kommt, die Arbeitskosten unter Kontrolle, die Exporte hoch und die Arbeitslosenrate in Österreich damit weiterhin niedrig" bleibe, so der IWF.
2006 und 2007 sei die österreichische Wirtschaft mit mehr als drei Prozent überdurchschnittlich stark gewachsen. Der jetzige Wachstumsrückgang sei "nicht dramatisch". Die jüngsten Turbulenzen würden für Österreichs Banken kaum problematisch werden. Mit etwas weniger als einer Mrd. Euro hätten sie relativ wenig in problematische Anlageklassen investiert.
Allerdings, räumt der Währungsfonds ein, könnte sich die Finanzmarktkrise negativ auf Österreichs wichtigste Handelspartner auswirken. Zusätzliche Risiken seien der Euro-Dollar-Wechselkurs und der Ölpreis. Außerdem verwies Hilbers auf die Risiken durch die zunehmend alternde Bevölkerung. Die Staatsausgaben für das Gesundheitswesen, den Pflege-Bereich und die Pensionen würden dadurch zukünftig steigen.
(apa/red)

