Sonntag, 23. März 2008

Soldaten drangen in Gebiet der Rebellen ein: Mindestens 85 Tote bei Sri Lanka-Kämpfen

  • LTTE kämpft seit 35 Jahren für unabhängigen Staat
  • Offizieller Waffenstillstand endete im Jänner 2008

Bei schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) in Sri Lanka sind mindestens 85 Menschen ums Leben gekommen. Regierungssoldaten drangen in ein von den Rebellen besetztes Gebiet im Norden des Landes ein. Laut Armee wurden fünf Soldaten getötet. Die Rebellen sprachen hingegen von 55 getöteten und 120 verletzten Regierungssoldaten.

Die LTTE kämpft seit mehr als 35 Jahren für einen unabhängigen Staat im Norden Sri Lankas. Die Gewalt zwischen den Rebellen und der Regierung nimmt seit Monaten wieder zu. Mitte Jänner endete offiziell ein 2002 ausgehandelter Waffenstillstand, der jedoch schon seit Ende 2005 faktisch nicht mehr eingehalten wird. Allein in diesem Jahr kamen nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits mehr als 2300 LTTE-Kämpfer und fast 140 Soldaten ums Leben. (apa/red)

23.3.2008 16:10