Versöhnungsabkommen zwischen Fatah &
Hamas: Jemen hatte erfolgreich vermittelt
- Jemens Präsident legte "Erklärung von Sanaa" vor
- Vertrag beeinhaltet die Aufnahme von Gesprächen

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Nach Monaten der Gewalt wollen die rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah ihren Streit im Dialog beilegen. Beide Seiten unterzeichneten in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa ein Versöhnungsabkommen, das neue Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens und des Westjordanlandes vorsieht.
Beide Organisationen hätten ein Abkommen unterzeichnet, in dem sie sich zu einem Dialog unter jemenitischer Vermittlung bereit erklärten, teilte Jemens Außenminister Abu Bakr al-Kurbi in der Hauptstadt Sanaa mit. Grundlage sei eine jemenitische Initiative zur Wiederversöhnung.
Unterzeichnet wurde die "Erklärung von Sanaa" vom Fraktionschef der Fatah, Azzam al-Ahmad, und der Nummer zwei des Politbüros der Hamas, Moussa Abu Marzouk, im Beisein des jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh.
Hamas hatte Macht im Gazastreifen
Die radikal-islamische Hamas hatte im Juni im Gazastreifen die Macht an sich gerissen; das Westjordanland ist unter der Kontrolle der Fatah. Die jüngste Vereinbarung geht auf Vermittlung des Jemen zurück, der beide Seiten in der vergangenen Woche an einen Tisch gebracht hatte. Die Gespräche drohten wiederholt zu scheitern.
Die nächste Gesprächsrunde sei für den 5. April in den Palästinensergebieten vorgesehen, teilte ein Hamas-Vertreter nach den Unterredungen in Sanaa mit. Die Fatah forderte während der Gespräche von der Hamas, die Kontrolle über das Küstengebiet zwischen Israel und dem Mittelmeer aufzugeben. Die Hamas forderte dasselbe von der Fatah im Westjordanland, wo die von der Fatah dominierte Autonomiebehörde die Regierung unter Führung der Hamas entmachtet hat.
Unterdessen betonte US-Vizepräsident Dick Cheney die Entschlossenheit der USA, die Friedensverhandlungen Israels mit den Palästinensern voranzutreiben. Cheney kam am Sonntag mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres zusammen. Auf seiner Nahost-Reise waren auch Gespräche mit Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) und Ministerpräsident Salam Fayyad geplant. (APA/red)
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