Samstag, 22. März 2008

Gewaltätige Ausschreitungen in Mali: Bisher
sind bereits acht Todesopfer zu beklagen

  • Konflikt zwischen malischer Armee & Tuareg-Rebellen
  • Nomadenvolk der Tuareg fordert mehr Autonomie

Im Norden des westafrikanischen Staats Mali sind bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der malischen Armee und einer Gruppe Tuareg-Rebellen fünf Zivilisten und drei Soldaten ums Leben gekommen. 33 Militärs wurden entführt. Im Norden Malis werden auch die beiden österreichischen Geiseln Wolfgang Ebner und Andrea Kloiber vermutet.

Fünf Personen, darunter ein Kind, starben auf einem Lastwagen, der auf eine Mine fuhr. Bereits zuvor waren bei einer Minenexplosion in dem selben Gebiet an der Grenze zu Algerien drei Soldaten ums Leben gekommen. Zudem entführten Tuareg-Rebellen bei Zusammenstößen im Norden Malis 33 Soldaten. Bei den Gefechten gab es Verletzte auf beiden Seiten.

Drogen - und Waffenschmuggler
Während das Nomadenvolk der Tuareg mehr Autonomie fordert, betrachten die Regierungen in Mali und Niger die Tuareg-Rebellen zumeist als Drogen-und Waffenschmuggler. Der libysche Revolutionsführer Gaddafi verfügt über hervorragende Verbindungen zu Tuareg-Stammesführern. (APA/red)

22.3.2008 08:23