Fahmida Mirza leitet Pakistans Parlament: Erste Frau als Vorsitzende der Legislative
- Mirza: 'Ein großer Schritt zur Stärkung der Frauen'
- Mirza gehört zur Partei der ermordeten Benazir Bhutto

·Stichwort: Pakistan erlebt unruhige Zeiten
Zweitgrößter islamischer Staat nach Indoniesien
Pakistan hat die erste Parlamentspräsidentin seiner Geschichte. Die Nationalversammlung des islamisch geprägten Landes wählte Fahmida Mirza von der Pakistanischen Volkspartei (PPP) der ermordeten früheren Premierministerin Benazir Bhutto mit 249 von 342 Stimmen in das Amt, wie ihr Vorgänger Amir Hussain bekanntgab.
Das ranghohe PPP-Mitglied Shah Mahmood Qureshi bezeichnete die Wahl Mirzas als "großen Schritt zur Stärkung der Frauen in Pakistan". Die 52-Jährige sagte Journalisten vor der Parlamentssitzung: "Dies ist meine dritte Amtszeit in der Nationalversammlung, und ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir alle zusammenarbeiten, um die Herausforderungen an das Land anzugehen."
Mirza war bei den Parlamentswahlen am 18. Februar als Abgeordnete der südlichen Provinz Sindh in die Volksvertretung gewählt worden. Die PPP ging als stärkste Kraft aus dem Urnengang hervor, der von dem tödlichen Anschlag auf Parteichefin Bhutto Ende Dezember vergangenen Jahres überschattet worden war. Sie einigte sich auf ein Regierungsbündnis mit der Muslim-Liga PML-N von Ex-Regierungschef Nawaz Sharif.
(apa/red)
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