Donnerstag, 20. März 2008

Neue Erkenntnisse in Causa Hirtzberger: Verdacht gegen 48- Jährigen erhärtet sich

  • Befindet sich seit 11. März in Untersuchungshaft
  • Auch Ermittlungen wegen Versicherungsbetrugs

Im Fall der oberösterreichischen Säurepakete hat sich der Verdacht gegen einen 48-jährigen Mann nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Wels erhärtet. Zudem werde gegen ihn nun wegen eines möglichen Versicherungsbetrugs ermittelt. Das gab die Behörde in einer Presseaussendung bekannt.

Der Verdacht gegen den 48-Jährigen, der sich seit 11. März in der Justizanstalt Wels in Untersuchungshaft befindet, habe sich aufgrund von Zeugenaussagen verdichtet. Ein Geständnis und die Auswertung der DNA-Spuren würden bisher nicht vorliegen.

Das Ermittlungsverfahren sei auf den Verdacht des Verbrechens des schweren Betrugs ausgedehnt worden, so die Staatsanwaltschaft: Ein Zeuge sagte aus, dass ihn der Mann im Jahr 2000 zu einer Brandlegung in Weißkirchen (Bezirk Wels-Land) aufgefordert habe. 1,5 Mio. Schilling (109.009 Euro) an Versicherungsleistungen seien bisher ausbezahlt worden. Auch zu diesem Vorwurf sei der 48-Jährige nicht geständig, erklärte die Behörde.

Der SPÖ-Landtagsabgeordnete und ehemalige Bürgermeister von Weißkirchen, Rudolf Prinz (61), war am 7. März beim Öffnen eines mit Buttersäure gefüllten Pakets verletzt worden. Zwei weitere Päckchen an ÖVP-Kommunalpolitiker und zwei an Verwaltungsmitarbeiter konnte die Polizei rechtzeitig abfangen. Am 9. März klickten bei dem 48-Jährigen die Handschellen. Als Motiv werden "raumplanerische Angelegenheiten" in der Vergangenheit vermutet.

(apa/red)

20.3.2008 16:37