Gefährdete Baumart ist Baum des Jahres: In Österreich nur 300 bis 500 Speierlinge
- Bestände in Wien, Niederösterreich und Burgenland
- Die Frucht wird für Marmelade und Schnaps genützt

Der heurige Baum des Jahres ist der Speierling. Er ist eine Seltenheit in unseren Wäldern und gehört zu den gefährdeten Baumarten Österreichs. Insgesamt wird sein Bestand auf 300 bis 500 Stück geschätzt. In Österreich kommt der bis zu 17 Meter hohe Baum vor allem in Niederösterreich, Wien und im Burgenland vor.
Die Nutzung dieser Baumart ist sehr vielfältig. In der holzverarbeitenden Industrie ist seine Bedeutung aufgrund der immer schon geringen Bestände sehr gering. Das Holz des Speierlings ist das schwerste aller europäischen Laubholzarten und findet fast nur noch im Werkzeug- und Musikinstrumentenbau seine Bedeutung.
Marmelade und Schnaps
Bekanntheit erlangte der Speierling durch seine Früchte, die von Baum zu Baum unterschiedlich aussehen und die zu Marmeladen, Schnaps oder Apfelwein weiterverarbeitet werden. Um die Verbreitung dieser Baumart zu erhöhen, wird das Pflanzen und die Pflege im Rahmen des Programms "Ländliche Entwicklung" unterstützt, erklärte Umweltminister Josef Pröll.
Der "internationale Tag des Baumes" wurde Ende der 70er Jahre als Reaktion auf die globale Waldvernichtung von der Welternährungsorganisation FAO ins Leben gerufen. Er soll zum Umdenken anregen und Aufklärungsarbeit verrichten, so das Lebensministerium.
(apa/red)
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