Verlorener DVD-Nachfolgestreit drückt aufs
Geldbörsl: Toshiba mit 631 Mio. Euro Verlust
- Rückzug drückt Gewinnerwartung des Herstellers
- Unternehmen rechnete zunächst nur mit der Hälfte

·Formatkrieg: Blu-ray
erhält neuen Rivalen
HD-VMD will mit niedrigen
Preisen hervorstechen
·Auch Microsoft gibt HD-DVD-Format auf
Software-Gigant stoppt Laufwerksproduktion
·Entwicklungskrieg ist
endgültig entschieden
Toshiba stellt Produktion der HD-DVD offiziell ein
·Alle Stationen des DVD-Nachfolgestreits
KLICKEN: Jahrelanger Konflikt zweier Lager
·Microsoft befürchtet keine Markt-Nachteile
Unternehmen setzte bei Xbox 360 auf HD-DVD
Die Niederlage seines DVD-Nachfolge-Formats HD-DVD gegen den Konkurrenten Blu-Ray beschert dem japanischen Toshiba-Konzern offenbar schwere Verluste. Wie die japanische Presse berichtete, kostet die Einstellung der Produktion der HD-DVD-Geräte den Konzern rund 100 Mrd. Yen (631 Mio. Euro).
Toshiba hatte kürzlich beschlossen, die Produktion einzustellen, nachdem Konkurrent Sony sich mit seinem Format Blu-Ray bei den großen Hollywood-Studios durchsetzen konnte. Bis dahin hatten die beiden Techniken für den DVD-Nachfolge-Standard parallel existiert.
Zunächst hatte das Unternehmen mit Verlusten von rund 50 Mrd. Yen gerechnet. Nach Angaben der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei kommt aber noch ein Minus von 50 Mrd. Yen dazu. Vor dem Beschluss, das HD-DVD-Format aufzugeben, hatte Toshiba noch einen Nettogewinn von 180 Mrd. Yen für das laufende Geschäftsjahr angekündigt.
Wie Nikkei weiter berichtete, könne das Unternehmen jetzt eine Korrektur seiner Gewinnerwartungen nach unten nur schwer vermeiden. Genaue Zahlen muss das Unternehmen am 31. März verkünden. (apa/red)
