Mittwoch, 12. März 2008

EU-Kommission gibt OK für umstrittenen Deal: Google darf Double-Click übernehmen

  • Datenschützer mit Einwänden gegen Mrd.-Geschäft
  • Internet-Gigant will dort zahlreiche Stellen abbauen

Der US-Suchmaschinen-Riese Google darf DoubleClick, einen Anbieter für Werbetechnologie im Internet, übernehmen. Die EU-Kommission genehmigte das lange umstrittene Geschäft. Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten im November 2007 eine gründliche Prüfung des Vorhabens begonnen. Nach Einschätzung der Kommission schränkt die Übernahme den Wettbewerb auf dem Markt nicht ein.

Die Europäische Kommission wird die 3,1 Milliarden Dollar (2,02 Mrd. Euro) schwere Übernahme ohne Auflagen genehmigen. Die US-Regulierungsbehörde FTC stimmte ihr bereits im Dezember zu. Die Google-Aktie legte kurz vor Börsenschluss rund sechs Prozent auf 439,44 Dollar zu.

Google will nach der milliardenschweren Übernahme von DoubleClick eine Reihe von Stellen dort streichen. Wie das Unternehmen auf seiner Internetseite mitteilte, soll bis Anfang April ein Plan über den Personalbestand bei DoubleClick erstellt werden. Der Arbeitsplatzabbau könnte demnach sowohl Angestellte in den USA als auch in anderen Regionen betreffen.

Datenschützer hatten dagegen Einwände gegen die Übernahme geltend gemacht. Sie sorgen sich, dass die beiden Unternehmen durch die Übernahme Zugang zu einer beispiellosen Menge von Kundendaten bekommen. Die EU-Kommission hat diese Kritik aber zurückgewiesen, da Datenschutzerwägungen nicht in die Reichweite ihrer Übernahmekontrolle fielen. (apa/red)

12.3.2008 10:14