Gabi Burgstaller mahnt im NEWS-Interview:
"Letzte Chance" für rot-schwarze Koalition
- Kanzler-Sager vom üblichen Gesudere "unerträglich"
- Herbe Kritik: "Eine Entschuldigung wäre angebracht"

·'Wahrscheinlichkeit für Neuwahlen größer'
Fischer warnt trotzdem vor unnötiger Hysterie
Die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller mahnt im aktuellen NEWS-Interview beide Koalitionsparteien: "Es müssen sich beide Koalitionsparteien am Riemen reißen. Es ist die letzte Chance zu beweisen, dass man doch vieles für das Land zusammenbringt." Sie warnt die ÖVP zu glauben, sie würde eine Wahl gewinnen, weil Erwin Pröll gewonnen hat. Das wäre, sagt sie, eine Fehleinschätzung.
Gemeinsam Erreichtes gehe unter, wenn immer nur "Zwist und Hader" zu hören seien. Die Verantwortung dafür trügen beide Seiten, sagt Burgstaller: "Ein Scheitel allein brennt nicht. Als Erster muss man über Schatten springen und für konstruktive Stimmung sorgen, um Lösungen zu finden. Die SPÖ muss die Rolle des Ersten auch wirklich ausüben. Und der Zweite kann nicht ewig njet sagen. Denn der muss sich entscheiden: Will man aktiv entscheiden, oder will man in Opposition sein? Beides gleichzeitig geht nicht. Das ist meine Botschaft an die ÖVP."
Angesprochen auf Kanzler Alfred Gusenbauers "Sager" vom "üblichen Gesudere" auf einer Parteiveranstaltung, sagt seine Parteifreundin hart und unmissverständlich: "Der war unerträglich. Das ist ein Affront. Eine Entschuldigung wäre angebracht. Das hat viele Funktionäre ins Mark getroffen. Sie sind ja die Klagemauer für die Leute, und sie wollen etwas erreichen. Die darf man nicht vor den Kopf stoßen. Man kann dazu beitragen, dass deren Unmut reduziert wird, indem man das erstens bedauert und zweitens durch gute Leistung überzeugt."
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