Mittwoch, 12. März 2008

"Bei Rot-Blau wende ich mich von SPÖ ab": Klare Worte von Heller zur Koalitionskrise

  • Wird in NEWS auch zu Restitutions-Causa deutlich
  • "Kulturministerin sollte häufig Klartext sprechen"

Unmissverständliche Worte des aktiven SPÖ-Sympathisanten André Heller zu grassierenden Koalitionsplänen. In einem umfangreichen Interview für neue NEWS-Ausgabe kommentiert Heller parteiinterne Überlegungen eine Koalition mit der FPÖ betreffend so: "Ich glaube nicht, dass es in der Stunde der Wahrheit dazu kommt, aber wenn, würde ich mich als Wähler restlos von der SPÖ abwenden, und Tausende andere würden das gleiche tun."

Auch zur aktuellen Restitutions-Causa wird Heller deutlich: "Der fortgesetzte Betrug, die Brüskierung, ja man muss in vielen Fällen sagen, die Verhöhnung der Opfer sind eine nicht endende Schweinerei aller Regierungen jeder Couleur der Zweiten Republik bis zum heutigen Tag. (...) Ich schließe mich jenen vorbehaltlos an, die der Auffassung sind, dass Menschen, die ihre Kunsthamstersucht, noch dazu mit Steuergeldern, über moralische Mindeststandards stellen, zur Raison gebracht werden müssen. Außerdem sollte man endlich bemerken, dass es eben nicht Herr Leopold war, der die Bedeutung von Klimt und Schiele und Egger-Lienz und wie sie alle heißen, zentral erkannte, sondern sehr lange vor ihm und vor dem Jahr 1938 die erstaunlich vielen feinsinnigen und später ermordeten oder vertriebenen jüdischen Sammler, mit manch derer geraubten Werken Leopold heute protzt und für sie Eintritt verlangt. Die liebe und kluge Claudia Schmied müsste sich da meiner Meinung nach auch öffentlich emotioneller und schärfer äußern und nicht nur auf die derzeit noch gegebene, ihr die Hände bindende rechtliche Ausnahmesituation der Leopold-Sammlung hinweisen. Eine Kulturministerin sollte besonders häufig Klartext sprechen."

Mehr dazu lesen Sie im NEWS 11/08!

12.3.2008 12:42