Steht die BAWAG wieder zum Verkauf? Mehrheitseigentümer Cerberus dementiert
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Die BAWAG könnte wieder zum Verkauf stehen. Laut einem Bericht der "Wiener Zeitung" sucht der Mehrheitseigentümer der Bank, der US-Finanzinvestor Cerberus, einen Käufer für seinen 89-Prozent-Anteil. Cerberus brauche rasch Geld, so die Zeitung unter Verweis auf "gut informierte Quellen". Bei der BAWAG werden Verkaufsgerüchte vehement zurückgewiesen. Cerberus habe sich zu einer fünfjährigen Behaltedauer verpflichtet.
Mit Interessenten für die BAWAG soll der amerikanische Mehrheitsaktionär bereits verhandeln, heißt es in der Zeitung. Konkret sei hinter vorgehaltener Hand von der deutschen Postbank und der BayernLB, der Mutter der Kärntner Hypo Alpe-Adria, die Rede. Für den Fall eines Exits von Cerberus in ein paar Jahren haben schon mehrfach Erste und Raiffeisen Interesse signalisiert. Finanzinvestoren steigen üblicherweise nach Restrukturierung nach ein paar Jahren aus.
Cerberus denke nicht daran, die BAWAG zu verkaufen, hieß es am Freitagnachmittag. Die Wiener Bank sei mitten in der internationalen Finanzmarktkrise als Liquiditätspool positiv positioniert. Der Investor sei positiv überrascht von dieser neuen strategischen "Stärke" des Instituts. Beim Kauf vor knapp einem Jahr habe sich Cerberus zu einer fünfjährigen Behaltedauer verpflichtet, die nur mit IPO (Börsegang) abgekürzt werden könne, verlautete aus informierten Kreisen zur APA. Nach den US-Private-Equity-Fondsstatuten wäre es explizit verboten, Geld aus einer Investition freizuspielen, um damit an anderer Stelle - etwa bei Chrysler - "Feuer" zu löschen.
(apa/red)

