Freitag, 14. März 2008

Battenfeld an Wittmann Kunststoffgeräte
verkauft: 400 Mitarbeiter behalten ihre Jobs

  • 72 Arbeitsplätze gehen durch den Verkauf verloren
  • Übernahme soll bis Ende des Monats komplettiert sein

Die in Konkurs befindliche niederösterreichische Kunststoffmaschinenfabrik Battenfeld ist gerettet. Das Unternehmen wird an das Wiener Familienunternehmen Wittman Kunststoffgeräte - vorbehaltlich der gerichtlichen Zustimmung - verkauft.

Das teilte der Masseverwalter Michael Lentsch mit. Damit werden 400 der insgesamt 472 Arbeitsplätze in Kottingbrunn gerettet.

Die Battenfeld Kunststoffmaschinen GesmbH hatte am 3. Jänner beim Landesgericht Wiener Neustadt einen Konkursantrag gestellt. Der Verkauf soll bis Ende des Monats abgewickelt werden.

LH Pröll: Unternehmen "endgültig gerettet"
Battenfeld sei "endgültig gerettet", sagte Landeshauptmann Erwin Pröll (V) in einem Pressegespräch in St. Pölten. Die Wittmann Kunststoffgeräte GmbH/Wien sei als österreichisches Unternehmen "optimal" für die Übernahme und ein "strategischer Investor", der Battenfeld weiterentwickeln werde. "Der Standort in Kottingbrunn bleibt erhalten."

"Das ist nach dem zurückliegenden Sonntag (NÖ-Wahl, Anm.) die nächste große Freude, die mir widerfährt", so Pröll. Er verwies auch darauf, dass politische Mitbewerber im Wahlkampf den Überbrückungskredit für Battenfeld von 15 Mio. Euro, für den das Land die Haftung übernommen hatte, als "Lösung nur für den Wahltag" angesehen hätten. "Mit dem heutigen Tag" zeige sich, dass das "Schall und Rauch" gewesen sei, betonte der Landeshauptmann. "Uns ist es von der ersten Minute an darum gegangen, das Unternehmen zu retten."

Auch Zulieferbetriebe von Battenfeld "können aufatmen", so Pröll. Dabei handle es sich immerhin um 175 Unternehmen mit etwa 3.000 Mitarbeitern. (APA/red)

14.3.2008 13:18