Donnerstag, 13. März 2008

Siemens Österreich gerät in Turbulenzen:
Tausende Mitarbeiter von Umbau betroffen

  • Verkauf dreier Teilbereiche stehen zur Diskussion
  • Entscheidung soll noch bis Ende März gefällt werden

Der Konzernumbau beim Technologie-Riesen Siemens sorgt für Turbulenzen bei der Österreich-Tochter. Drei Teilbereiche der Siemens AG Österreich könnten verkauft werden, heißt es aus Unternehmenskreisen. Betroffen davon wären demnach einige tausend Mitarbeiter. Konzernsprecher Harald Stockbauer wollte die Gerüchte nicht tiefergehend kommentieren: Eine Entscheidung über die neue Struktur für Österreich und Zentral- und Osteuropa werde bis Ende März fallen.

Der seit Juli des Vorjahres amtierende Siemens-Chef, der Österreicher Peter Löscher, hat die Konzernstruktur bereits verschlankt. Die zwölf Geschäftsbereiche wurden in die drei Sparten Energie, Medizin und Industrie zusammengefasst. In der Siemens AG Österreich sollen nun drei Bereiche wackeln, die die Landesgesellschaft unter ihrem früheren Generaldirektor Albert Hochleitner eigenständig aufgebaut hat, und die vorerst nicht unter die neuen Konzern-Sparten zusammengefasst wurden.

Um welche Bereiche es sich dabei handelt, ist im Detail noch nicht bekannt. Einer davon soll das Gebäude-Management sein, in dem Siemens Österreich je nach Betrachtungsweise alleine zwischen 400 und über 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Hochleitners Nachfolgerin, Brigitte Ederer, verhandelt derzeit mit München. Finden die Bereiche keinen Unterschlupf im Konzern, muss sie Siemens Österreich voraussichtlich verkaufen. Alle Bereiche schreiben laut Konzernkreisen allerdings gute Gewinne. Für alle Bereiche gebe es Interessenten. Auch wenn Siemens Österreich mit dem Konzern in München keine Einigung erziele, sollte es kein Problem sein, einen Käufer zu finden, hört man von der Management-Seite. Die betroffenen Jobs seien deshalb nicht in Gefahr. (apa/red)

13.3.2008 12:01