Donnerstag, 13. März 2008

Höhenflug des Euro weiterhin ungebremst: Für 1 € sind bereits über 1,56 $ zu bezahlen

  • Greenback knapp über psychologisch wichtiger Marke
  • Yen verbuchte Zwölf-Jahres-Hoch im Vergleich zum $

Der Euro hat sich weiterhin in Rekordlaune gezeigt. Nach Aufschlägen im Frühhandel kletterte die Gemeinschaftswährung auf ein neues Allzeithoch bei 1,5623 Dollar. Marktteilnehmer verwiesen auf die anhaltende "Dollar-Schwäche". Gegenüber dem japanischen Yen büßte die US-Devise ebenfalls deutlich ein und rutschte erstmals seit zwölf Jahren unter die Marke von 100,0 Yen.

Händler sprachen zudem von der Überwindung technischer Widerstände. Weitere Anhaltspunkte für die Aufwärtsbewegung gab es nicht. "Wir befinden uns in einer Einbahnstraße", kommentierte ein heimischer Devisenhändler.

Rezessionsängste in den USA
Die amerikanische Währung steht derzeit wegen Rezessionsängsten in den USA unter Druck. Vor diesem Hintergrund warten die Märkte auf die nächste Zinssenkung der US-Notenbank Fed. Vergrößert sich das Zinsgefälle zwischen dem Euroraum und den USA weiter, dürfte dies die Flucht der Anleger aus dem Dollar nur noch weiter anheizen, erwarten Experten.

Dollar auf Allzeittief zum Franken
Gegenüber dem Schweizer Franken fiel der US-Dollar auf ein Allzeittief. Die US-Währung sackte bis auf 1,0094 Franken ab und näherte sich damit weiter der Paritätsgrenze. Am Vorabend war der Dollar noch zu 1,0211 Franken gehandelt worden. In Asien ging die Talfahrt des Greenback ebenfalls weiter. In Singapur sank er auf den historischen Tiefstand von 1,3821 gegenüber dem Singapur-Dollar.

Der Fall des Dollar bekommt zunehmend eine Eigendynamik. Marktkenner gehen davon aus, dass Großanleger seit Wochen Vermögen in Sachwerten wie Öl und Gold anlegen, um dem Wertverfall des Dollar zu entgehen. Indem sie ihre Dollar-Bestände verkaufen, bringen sie die US-Währung nur noch weiter unter Druck.

(apa/red)

13.3.2008 10:39