Ganz dickes Osterei an den Tankstellen:
Rechtzeitig zur Reisezeit steigt Benzinpreis
- Steuern und Abgaben seit 2000 um 47% gestiegen
- Fahrstil kann Verbrauch um 15 bis 20% senken

·Hohe Spritpreise: Auswirkung auf Alltag
Gespart wird bei Freizeit und bei Lebensmitteln
"Rechtzeitig" zur beginnenden Osterreisewelle haben Diesel und Benzin alle bisherigen Rekorde gesprengt. Der Dieselpreis zog um durchschnittlich 2,8 Cent an und kostete 1,234 Euro. Damit wurde die bisherige Höchstmarke von 30. November 2007 überboten, teilte der ARBÖ mit. Dasselbe Bild gebe es bei Eurosuper: Dieser zog um 1,7 Cent auf durchschnittlich 1,251 Euro an.
"Während der Preisschub bei Diesel angesichts der horrenden Preissteigerungen am spekulativ durchsetzten Spotmarkt in Rotterdam zu erwarten gewesen war, ist die Verteuerung bei Benzin nicht gerechtfertigt", kritisiert der ARBÖ. Schließlich habe der starke Euro bisher ausgereicht, um die Dollar-Preissprünge auszugleichen. In Euro umgerechnet war Eurosuper in Rotterdam in den vergangenen Tagen billiger als Anfang Februar, so der ARBÖ.
Der Verkehrsclub Österreich erinnerte daran, dass der Gasfuß erheblichen Einfluss auf das Geldbörsel hat. "Allein durch den Fahrstil kann der Verbrauch um 15 bis 20 Prozent verringert werden. Gleiten statt rasen, rechtzeitig in den nächsten Gang schalten und vorausschauend fahren", empfiehlt VCÖ-Experte Martin Blum. Viel Geld sparen auch jene, die beim Autokauf auf den Verbrauch achten. Zwei Liter pro 100 Kilometer weniger Verbrauch sind bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr 300 Liter Sprit bzw. 360 Euro, die man sich ersparen könne.
Wer ein kleines Auto wählt, spart auch bei Steuern und Abgaben. Diese sind seit den Jahr 2000 laut ARBÖ um 47 Prozent gestiegen. "Im Jahr 2000 haben alle Autofahrer zusammen 7,9 Milliarden Euro an Abgaben und Steuern geleistet. Im Jahr 2007 waren es bereits 11,6 Milliarden Euro", rechnete ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil vor.
(apa/red)

