Teamchef besucht Scharner auf der Insel:
Eine Rückkehr ins Nationalteam bleibt offen
- Treffen mit Hickersberger nach dem Arsenal-Match
- Für Teamchef ist Comeback bei EM unwahrscheinlich

·Wigan erkämpft 0:0 vs. Top-Team Arsenal
Österreicher Scharner spielte ganze Partie durch
·Der heiße Fight um die EM-Teamleiberln
Barometer: Die Chancen
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Auch nach dem Zusammentreffen von Österreichs Fußball-Teamchef Josef Hickersberger mit dem "abtrünnigen" England-Legionär Paul Scharner ist eine Rückkehr des Verteidigers in die ÖFB-Elf weder ausgeschlossen noch beschlossene Sache. Laut Scharners Berater Valentin Hobel sei keine definitive Entscheidung gefallen, sein Schützling aber nicht unzufrieden.
Im Beisein von ÖFB-Conditioning-Coach Roger Spry traf Hickersberger mit Scharner nach Wigans 0:0 gegen Arsenal noch im Stadion zusammen, bei einem Abendessen wurde vor allem über den Sport im Allgemeinen gesprochen, ehe es "kurz zur Sache" kam.
"Hickersberger hat gesagt, dass die Tür offen ist", meinte Hobel im Gespräch mit der APA. "Viel mehr hat er eigentlich nicht von sich gegeben. Er behält sich die Einberufung vor. Paul hat sich natürlich eine Entscheidung mit einem ,Ja' oder ,Nein' erhofft, ist aber auch damit durchaus zufrieden. Es ist ja irgendwie auch verständlich, dass er nicht mit der Tür ins nächste Haus fällt."
Comeback für Hickersberger "unwahrscheinlich"
"Paul Scharner hat seine Meinung geändert und wäre im Jahr der Europameisterschaft wieder bereit, für die Nationalmannschaft aufzulaufen", erzählte Hickersberger vom Treffen in Wigan. Der eigenwillige Spieler habe ihm zudem signalisiert, "dass er nun der Meinung sei, dem Nationalteam helfen zu können".
"Wir brauchen bei diesem Turnier, bei dem wir definitiv der größte Außenseiter sein werden, ein echtes Team, ja eine verschworene Gemeinschaft", meinte Hickersberger. "In den vergangenen Monaten ist die Mannschaft auch in diesem Zusammenhang auf einem sehr guten Weg und hat sich bereits ein echter Teamgeist entwickelt, wie unter anderem die sportliche Leistung gegen Deutschland bewiesen hat. Auch aus diesem Blickwinkel ist ein Nationalteam-Comeback von Paul Scharner bei der Europameisterschaft unwahrscheinlich, so nicht außergewöhnliche Umstände eintreten", betonte Hickersberger.
Dem Wigan-Innenverteidiger attestierte der Teamchef im Spiel gegen Arsenal (0:0) eine solide Leistung. "Bei einem etwaigen Comeback von Paul Scharner müssen aber nicht nur sportliche Kriterien, sondern auch soziale Aspekte sowie mögliche Auswirkungen auf die Mannschaftsleistung abgewogen werden", erläuterte Hickersberger.
(apa/red)










