Platini will 'EURO im Zeichen des Respekts':
UEFA-Boss lobt Veranstaltungsorte der EM
- 'EM ist Gelegenheit für wichtige humanitäre Botschaft'
- Franzose setzt vollstes Vertrauen in Vorbereitungen

UEFA-Präsident Michel Platini hat anlässlich des Workshops für die EURO 2008 in Wien eine Kernbotschaft des Turniers in Österreich und der Schweiz präsentiert. "Die EM ist eine Gelegenheit für eine ganz wichtige humanitäre Botschaft, das Turnier wird im Zeichen des Respekts stehen", meinte der 52-jährige Franzose, der den "Kampf gegen die sozialen Plagen" wie Rassismus oder Gewalt intensivieren will.
Die Zeit der Lippenbekenntnisse zu diesen Themen soll vorbei sein und die weltweite EURO-Bühne als Startschuss für die Respekt-Kampagne der UEFA fungieren. "Ab der EM wird sich bis Ende 2008 jeder Event um den Gedanken des Respekts drehen. Wir sehen das als Schlüssel zum erfolgreichen Fußball der Zukunft", kündigte Platini an. Gemeint ist dabei laut Platini u.a. der Respekt vor den gegnerischen Fans, den Gegenspielern, der Hymne des gegnerischen Landes oder den Schiedsrichtern.
Respekt vor Hymne des Gegners
Vor jeder der 31 EURO-Partien werden sich die Kapitäne der beiden Teams per Stadionmikrofon an ihre Fans wenden und diese auffordern, der Hymne des anderen Teams Respekt entgegenzubringen. Außerdem werden laut Platini die Viertelfinalpartien in Wien und Basel ganz im Zeichen des Fußballs für Behinderte stehen. Auch der Respekt gegenüber der Umwelt liege der UEFA am Herzen, so sollen die Fans aus aller Welt während des Turniers die öffentlichen Verkehrsmittel verwenden.
"Wunderbare Städte"
Über die beiden Austragungsländer und die acht Endrunden-Stadien schwärmte Platini in allerhöchsten Tönen. "Ich habe mir alle EURO-Standorte angesehen. Es sind wunderbare Städte mit wunderbaren Sehenswürdigkeiten. Und die Stadien sind echte, gewachsene Fußballstadien mit echter Fußballkultur. Die Fans werden hautnah am Geschehen sein. Alle Voraussetzungen sind erfüllt."
Vollstes Vertrauen in Vorbereitungen
Dementsprechend zufrieden zeigte sich Platini, der erst seit 26. Jänner 2007 als UEFA-Boss fungiert, auch über den Gesamtstand der Vorbereitungen. "Ich habe vollstes Vertrauen zu Österreich und der Schweiz." Entscheidend seien laut Platini ganz gemäß des offiziellen EURO-Mottos "Expect Emotions" die Emotionen.
"Expect Emotions"
"Bei jedem Megaevent wie EM, WM oder Olympia sind die Emotionen das Wichtigste. Sie werden von den Athleten und den Austragungsländern getragen und müssen rüberkommen. Entscheidend wird sein, dass drei Wochen lang positive Emotionen vermittelt werden. Und dafür haben Österreich und die Schweiz unglaubliche Anstrengungen unternommen."
"Störenfriede sollen daheim bleiben"
Auch punkto Sicherheit macht sich der dreifache europäische Fußballer Europas keine großen Sorgen. Nicht nur, weil die Engländer die Quali verpasst haben. "Die Bösen gibt es in allen Ländern, Hooligans gibt es immer wieder. Aber die Sicherheitsbehörden haben die notwendige Vorarbeit geleistet." An potenzielle Unruhestifter richtete Platini einen deutlichen Appell: "Wir wollen schönen Fußball sehen, alle Störenfriede sollen daheim bleiben."
(apa/red)










