Cheftrainer Zellhofer verlässt die Austria:
Vertrag bis Saisonende wird nicht verlängert
- 0:1-Blamage gegen Schlusslicht Kärnten als Auslöser
- Debakel der vergangenen Saison vor Wiederholung?
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Violette 0:1-Blamage gegen die Schinkels-Elf
·Triumph für Sturm
mit zwei Traumtoren
Graz zurück auf Sieger- straße: 2:0 gegen Ried
·Wacker Innsbruck neuer Tabellenletzter
Trainer Kraft glaubt nach 1:1 dennoch an Wende
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Erwischt es Neulinge oder
einen etablierten Verein?
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weiter auf Meisterkurs
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Hütteldorfer müssen sich 0:1 geschlagen geben
·UMFRAGE: Welches Team holt den Titel?
Salzburg von Austria
oder Rapid zu stoppen?

Die Ära von Coach Georg Zellhofer beim FK Austria Magna geht im Sommer nach nicht einmal zwei Jahren wieder zu Ende. Der 47-Jährige wird seinen mit Saisonende auslaufenden Vertrag beim Tabellenvierten der österreichischen Fußball-Bundesliga nicht verlängern. Das bestätigte Austria-Manager Markus Kraetschmer auf Anfrage der APA - Austria Presse Agentur. Zellhofers Entschluss, über den er sowohl den Club als auch die Mannschaft informierte, wurde einen Tag nach der bitteren 0:1-Heimpleite gegen Abstiegskandidat Austria Kärnten publik.
Ein persönliches Gespräch zwischen General-Manager Thomas Parits und Zellhofer über dessen Zukunft wäre für 20. März anberaumt gewesen. "Georg Zellhofer war immer unser erster Ansprechpartner für den Trainerposten, jetzt müssen wir umdenken", sagte Parits, mit dem Nachsatz: "Wir waren von diesem Schnellschuss sehr überrascht." Die Wiener wollten jedenfalls vor etwaigen Vertragsverhandlungen zuerst die "Lizenzierungssache" hinter sich bringen, wie Kraetschmer erklärte: "Wir haben zuerst schauen müssen, dass wir ein Budget aufstellen können. Das ist uns gelungen." Es sei auch klar, dass der Gürtel nun enger geschnallt werden müsse. "Dass wäre auch bei Zellhofer so gewesen", so Kraetschmer.
Wiener Derby
In den ausstehenden sieben Runden geht es für die "Violetten" darum, zumindest einen UEFA-Cup-Platz (Top-3) zu erreichen, bereits am Dienstag geht im Hanappi-Stadion das wichtige Wiener Derby gegen Rapid über die Bühne. "Wir haben sehr wichtige Spiele vor uns, die volle Konzentration gilt dem Derby. Wir müssen alles daran setzen, noch in den UEFA-Cup zu kommen, der Meistertitel ist ohnehin schon verloren", betonte Kraetschmer. Die Stimmung nach der Niederlage gegen Mattersburg schwanke zwischen "schockiert, frustriert und verärgert". "Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln und gemeinsam versuchen, unser Ziel zu erreichen."
Trainersuche
Einen neuen Trainer zu suchen ist nun eine der Hauptaufgaben für Parits in den kommenden Wochen und Monaten, in der nächsten Woche (nach dem Derby) wird im Rahmen einer Präsidiumssitzung über die weitere Vorgehensweise entschieden. "Wir haben erst Mitte März, die Vorbereitung beginnt im Juni. Es gibt keinen Grund zur Panik", versicherte Kraetschmer.
Schinkels-Nachfolger
Zellhofer hat bei der Austria am 23. Oktober 2006 die Nachfolge von Frenkie Schinkels angetreten, dabei zwar am 1. Mai 2007 den Cupsieg geholt, aber die Meisterschaft nur auf dem enttäuschenden sechsten Rang beendet. "Er hat einen tollen Job gemacht, den Verein in einer schwierigen Phase übernommen. Den Entschluss muss man natürlich akzeptieren, wir werden aber sicher noch analysieren, warum es dazu gekommen ist", meinte Kraetschmer.
Schwierige Zeiten
"Die Entscheidung muss man akzeptieren, ich war absolut überrascht über den Schritt", sagte Abwehrspieler Franz Schiemer in der Premiere-Sendung "Talk und Tore". Die Austria mache derzeit eine schwierige Phase durch. "Wir hätten mehr Punkte haben müssen, müssen aber mit der Situation leben und dafür kämpfen, dass es bald wieder anders ausschaut", so Schiemer.
In der Mannschaft sei eine gewisse Unsicherheit vorhanden, immerhin laufen sehr viel Verträge im Sommer aus. "Das ist nicht optimal, aber da machen sich andere Gedanken darüber. Ich habe Vertrag bis 2009", so der Innenverteidiger. Für Rapid-Coach Peter Pacult kam Zellhofers Entscheidung zu einem ungünstigen Zeitpunkt, wie er meinte: "Für uns wird es im Derby dadurch schwieriger."
(apa/red)
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