Freitag, 14. März 2008

Mattersburg zwang Hütteldorfer in die Knie:
Rapidler müssen sich 0:1 geschlagen geben

  • Fußball-Rekordmeister setzt seine Negativserie fort
  • Ex-Rapidler Jancker mit Erlösungstor in 90. Minute

Fußball-Rekordmeister Rapid hat seine Negativserie im Pappelstadion fortgesetzt. Die Wiener mussten sich zum Auftakt der 29. Runde der Fußball-Bundesliga Mattersburg mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und verpassten damit den Sprung an die Tabellenspitze. Ausgerechnet der Ex-Rapidler Carsten Jancker erlöste seine Elf vor den Augen von ÖFB-Teamchef Hickersberger in der 90. Minute.

Die Elf von Coach Peter Pacult, die nach dem Ausschluss von Christian Thonhofer ab der 71. Minute in Unterzahl agieren musste, blieb damit zum vierten Mal in Serie im Pappelstadion ohne Punkte. Mit 48 Zählern liegen die Hütteldorfer weiterhin einen Punkt hinter Tabellenführer Red Bull Salzburg auf Rang zwei, die Burgenländer verbesserten sich auf den fünften Platz (41 Punkte).

Die Mattersburger starteten energischer, hatten mehr Ballbesitz und schnürten die nur mit der Solospitze Bazina angetretenen Hütteldorfer in der Anfangsphase in der eigenen Hälfte ein. Die erste Chance fanden aber trotzdem die Gäste vor, ein Hofmann-Freistoß ging nur um Zentimeter an der Stange vorbei (13.).

Spannende Schlussphase
Knapp vor der Pause hatten beide Teams in einer spannungsgeladenen Schlussphase die Führung auf den Beinen. Cem Atan wurde von Jancker ideal freigespielt, scheiterte allerdings alleine stehend am herauslaufenden Rapid-Goalie Payer (41.). Zwei Minuten später hatten wiederum die zahlreich mitgereisten Rapid-Fans den Torschrei auf den Lippen: Nach einem schnell ausgeführten Hofmann-Freistoß bewahrte Borenitsch seine Elf aber nach einem Bazina-Schuss vor dem 0:1 (43.).

Nach dem Seitenwechsel erlebten die 9.500 Zuschauer im Pappelstadion einen ähnlichen Spielverlauf. Die Burgenländer waren angetrieben von einem stark spielenden Michael Mörz auf die schnelle Führung aus und fanden bei zwei Standardsituationen des offensiven Mittelfeldspielers gute Möglichkeiten vor, scheiterten aber wiederholt an Teamkeeper Payer. In der 71. Minute dezimierten sich die Rapidler selbst, der erst in der 56. Minute für Kavlak eingewechselte Thonhofer sah die Gelb-Rote Karte (Unsportlichkeit/Foul).

Numerische Überlegenheit
Die numerische Überlegenheit eröffnete den Burgenländer eine Drangperiode in der Schlussphase. Zuerst schoss Kühbauer nach einem schönen Pass von Jancker aus 13 Metern drüber (81.), in der Schlussminute war Payer aber dann gegen den Routinier machtlos. Einen Wagner-Schuss konnte der ÖFB-Teamgoalie noch parieren, via Mörz kam der Ball aber neuerlich zu Jancker, der mit der Ferse den doch verdienten Goldtreffer erzielte.

(apa/red)

14.3.2008 23:08