Sonntag, 16. März 2008

Ecclestone will mehr Risiko in der Formel 1:
'Haben derzeit nicht genug Überholmanöver'

  • Fahrer mit den meisten Siegen soll künftig gewinnen
  • Briatore schlägt indes Austragung in zwei Läufen vor

Pünktlich mit Beginn der Formel-1-WM 2008 hat es zwei Vorschläge gegeben, wie die Rennen der Motorsport-Königsklasse spannender gemacht werden könnten. Während Renault-Teamchef Flavio Briatore dafür ist, wie in der GP2 den Formel-1-Grand-Prix künftig in zwei Läufen auszutragen, will Bernie Ecclestone die Regeln dahingehend ändern, dass künftig der Fahrer mit den meisten Saisonsiegen auch den Titel gewinnt.

Der 77-jährige Brite Ecclestone ist nicht zum WM-Auftakt nach Australien geflogen, sondern kommentiert stattdessen via britischer Tageszeitung das aktuelle Geschehen. Die neue Regel soll laut Ecclestone dafür sorgen, dass die Piloten mehr riskieren. "Wir haben derzeit nicht genügend Überholmanöver, weil die Fahrer auch mit einem zweiten Platz zufrieden sind, nachdem es dafür nur zwei Punkte weniger gibt als für den Sieg", bekrittelte Ecclestone im "Mail on Sunday". Für die Konstrukteurswertung soll das bestehende Punktesystem aber erhalten bleiben

Wie auch immer sich Ecclestone diese Idee genau vorstellt: Seit 1989 hat ohnehin stets der Fahrer mit den meisten Saisonsiegen auch den Titel gewonnen. Damals wurde der Franzose Alain Prost mit nur vier Siegen Champion, während sein brasilianischer McLaren-Teamkollege Ayrton Senna auf sechs Siege gekommen war. (apa/red)

16.3.2008 13:15
Ergebnisse, WM-Stand, Team-Porträts