Wettkampf um große Kristallkugel vertagt:
Damen-Abfahrt in Bormio wurde abgesagt
- Weltcupführerin Lindsey Vonn muss weiterhin zittern
- Riesch & Hosp haben noch Chancen auf Gesamtsieg

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Der Frühling hat in Bormio Einzug gehalten und die Durchführung der beiden Abfahrten beim alpinen Weltcup-Finale unmöglich gemacht. Nach der Absage der Herren-Abfahrt war am Mittwoch auch an ein Damen-Speedrennen nicht zu denken gewesen. Während der Schweizer Didier Cuche von der Absage profitierte und die kleine Kristallkugel damit vor Bode Miller gewann (USA), stand die US-Amerikanerin Lindsey Vonn als Gewinnerin der Disziplinwertung vor der Steirerin Renate Götschl bereits fest.
In Bormio laut gewordene Kritiken, dass der Veranstalter nicht sein Bestmögliches für die Pistenpräparierung getan habe, widersprach ÖSV-Alpinchef Hans Pum: "Man kann ihnen keinen Vorwurf machen. Unsere Trainer waren am Sonntag schon hier, und die Piste war in einem super Zustand." In der Nacht auf Mittwoch habe es wieder geschneit, das sei das große Problem gewesen, unter einer dünnen gefrorenen Schicht war es viel zu nass. "Sie haben es mit Chemikalien probiert, die haben nicht gegriffen. Bei den hohen Temperaturen kann man nichts machen", sagte Pum.
Vonn erzählte, dass das große Problem die untersten zwei Tore gewesen seien. "Das haben wir beim Besichtigen gesehen, oben war es in Ordnung. Ich glaube, sie haben ihr Bestes getan. Es würde helfen, das Ziel nach oben zu verlegen, aber das bedeutet jede Menge Arbeit." Am Donnerstag sind zwei Super-G geplant, die Chancen auf Rennen stehen nur bei einer niederschlagsfreien Nacht gut. "Wenn es klar ist, dann ist es kein Problem, dann zieht es an", so Pum. Die Prognosen lauten auf leichte Bewölkung und Minusgrade für die Nacht auf Donnerstag.
(apa/red)
