"Schlieri" stiehlt in Planica allen die Show: Sechster Saisonsieg im Weltcup-"Finish"
- Setzte sich vor Team-Kollege Koch deutlich durch
- ÖSV konnte insgesamt 16 Saisonsiege einfahren

Skiflug-Doppelweltmeister Gregor Schlierenzauer hat auch in Planica seine aktuelle Vormachtstellung auf den größten Schanzen eindrucksvoll demonstriert. Nach seinem vorherigen Erfolg (mit ÖSV-Rekord von 233,5 Metern) segelte der 18-jährige Tiroler auch beim Saisonfinale zu zwei Bestweiten. 217 und 231 Meter brachten den sechsten Saisonsieg vor Teamkollege Martin Koch.
Schlierenzauer stand damit wie bei der WM in Oberstdorf Koch im Weg. 6,9 Punkte fehlten dem Kärntner (216,5/229,5), der für den siebenten ÖSV-Doppelsieg der Saison sorgte, zu seinem ersten Erfolg im Weltcup. Er hält bei fünf zweiten und sechs dritten Plätzen, war mit dem Abschluss aber dennoch zufrieden. "Diese zwei Sprünge waren wichtig für die Motivation für das weitere Training. Die Ecken und Kanten in dieser Saison werde ich ausbügeln", sagte der 26-Jährige.
Für die Superlative sorgte erneut Schlierenzauer. Nach der viertgrößten Weite der Geschichte baute er die Serie seiner 200-m-Flüge bei der erst zweiten Veranstaltung seiner Karriere auf 20 aus und übertraf mit dem letzten Sprung den starken Koch. "Ich habe ihm gesagt, er soll fünf Meter kürzer springen als ich, aber er hat sich nicht daran gehalten", scherzte Koch im TV-Interview. Sein Kollege war unersättlich, ließ sich den vierten Sieg in Folge nicht nehmen.
"Das war ein Traum-Wochenende und ein Super-Abschluss", freute sich Schlierenzauer und zog zufrieden Bilanz. "Ich bin erst zwei Jahre dabei und Gesamtzweiter im Weltcup, habe heuer sechs Siege, das ist ein Wahnsinn", sagte der Stubaitaler.
Thomas Morgenstern ließ sich durch seine zwei schwächsten Saison- Platzierungen (19. und 17.) die Freude über den Gesamtsieg nicht verderben. "Es war eine Traumsaison mit Start-Rekord, zehn Siegen und 24 Plätzen in den Top Acht in 27 Bewerben", freute sich der erst fünfte ÖSV-Weltcupsieger im Springen (nach Hubert Neuper, Armin Kogler, Andreas Felder und Goldberger). (apa/red)
