Präsidentschaftskandidat im Irak: McCain trifft im Krisengebiet Regierungsmitglieder
- Besuch aus Sicherheitsgründen geheim gehalten
- Ist Befürworter der Truppenverstärkungen im Irak

·McCain gerät ins Kreuzfeuer der Kritik
Sein Rüstungsauftrag an EADS sorgt für Zündstoff
·Ein republikanisches Urgestein im Porträt
KLICKEN: John McCains Vergangenheit beleuchtet
Der designierte republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain ist zu einem nicht angekündigten Besuch in Bagdad eingetroffen. Er wolle dort mit irakischen Regierungsmitgliedern sprechen und sich mit US-Diplomaten und Vertretern der amerikanischen Streitkräfteführung treffen, teilte Botschaftssprecherin Nantongo mit. Der Besuch sei aus Sicherheitsgründen geheim gehalten worden.
Der Senator wurde von seinen Kollegen Joe Lieberman aus Connecticut und Lindsey Graham aus South Carolina begleitet. Eine Pressekonferenz war nicht geplant. McCain ist ein Befürworter der von Präsident Bush im vergangenen Jahr durchgesetzten US- Truppenverstärkungen im Irak. Den danach registrierten Rückgang von Anschlägen bezeichnete er als Wendepunkt im fünfjährigen Irak-Krieg. McCain ist insgesamt eine Woche unterwegs und plant Besuche in Israel, Großbritannien und Frankreich.
Kurdischer Gedenktag
Die Kurden im Nordirak gedachten unterdessen der Opfer des Giftgasangriffs vor 20 Jahren. Bei dem Angriff auf Halabja wurden zur Niederschlagung des kurdischen Aufstands wurden nach Schätzungen 5.600 Menschen getötet. Die US-Streitkräfte erklärten, die irakische Regierung habe noch keine Überstellung des wegen Völkermords verurteilten Ali Hassan al Madschid verlangt. Es wird erwartet, dass der Cousin von Saddam Hussein, genannt "Chemie Ali", noch in diesem Monat hingerichtet wird.
Weltweite Proteste
Gegen den Irak-Krieg sind kurz vor dem fünften Jahrestag des Einmarsches weltweit tausende Menschen auf die Straße gegangen. Anlass der weltweiten Proteste war der Beginn der US-geführten Militäroperation zum Sturz des Regimes von Saddam Hussein in der Nacht vom 19. auf den 20. März 2003.
"Schluss mit den Massakern"
Papst Benedikt XVI. wandte sich am Palmsonntag mit einem Friedens- Appell an das irakische Volk. "Schluss mit den Massakern, Schluss mit der Gewalt, Schluss mit dem Hass im Irak", forderte er in Rom. Die Sicherheitslage im Irak bleibt einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge weiter angespannt.
(apa/red)
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