Barack Obama wieder auf der Siegerstraße: Klarer Triumph bei der Vorwahl in Wyoming
- Senator erhielt 61 Prozent bei Wählerversammlung
- Sieger schließt eine Kandidatur als Vizepräsident aus

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Vorwurf gegen Clinton
Barack Obama liegt weiterhin gut im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten: Der Senator von Illinois gewann die Wählerversammlungen in Wyoming klar mit 61 Prozent der Stimmen. Auf seine Rivalin Hillary Clinton entfielen 38 Prozent.
In Wyoming standen zwölf Delegierten-Stimmen auf dem Spiel. Obama sicherte sich sieben, Clinton fünf Delegierte. Wichtiger als das Ergebnis in dem dünn besiedelten US-Staat im mittleren Nordwesten ist jedoch das neuerliche Signal für die öffentliche Meinung. Das Wahlkampfteam Obamas wertete den Sieg in Wyoming folgerichtig als Signal für die besondere Stärke des Präsidentschaftsbewerbers im liberaleren Westen der USA.
Obama macht nicht den Vize
Obama selbst schloss im örtlichen Regionalprogramm des Fernsehsenders CBS eine Kandidatur als Vizepräsident unter Clinton aus. "Ich bewerbe mich um das Amt des Präsidenten", sagte Obama. "Wie haben doppelt so viele Staaten wie Senatorin Clinton gewonnen und haben mehr Wählerstimmen bekommen. Ich denke, wir können unseren Vorsprung halten."
Clinton hatte angesichts des knappen Rennens erstmals eine Zusammenarbeit mit Obama an der Staatsspitze ins Gespräch gebracht. Allerdings hatte sie klargestellt, dass sie an der Spitze eines solchen gemeinsamen "Tickets" stehen sollte. Ihr Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, meinte bei einer anderen Wahlkampfveranstaltung, seine Frau und Obama wären angesichts ihrer unterschiedlichen Stärken in verschiedenen Teilen der USA gemeinsam eine "nicht aufzuhaltende Macht".
"Superdelegierte" entscheidend
Laut CNN hat Obama derzeit 1.527 Delegiertenstimmen sicher. Clinton, die mit Vorwahl-Siegen in Ohio und Texas ein Comeback gefeiert hatte, kommt demnach auf 1.428 Delegierte. Sollte das Rennen weiter knapp bleiben, ist eine Kampfkandidatur auf dem Parteikongress der Demokraten im August in Denver wahrscheinlich. Dabei könnten dann die Stimmen der sogenannten "Superdelegierten", die wegen ihrer Parteiämter ein nicht an die Vorwahlergebnisse gebundenes Stimmrecht besitzen, ausschlaggebend sein. Die von den US-Medien angestellten Berechnungen der bisher von den Kandidaten erreichten Delegiertenstimmen beinhalten auch einen Anteil der ihnen jeweils zugerechneten Superdelegierten.
Die eigentliche Präsidentenwahl findet im November statt. Der Sieger bei den Demokraten wird voraussichtlich gegen den Republikaner John McCain antreten, der sich bei den Vorwahlen seiner Partei bereits durchgesetzt hat. Amtsinhaber George W. Bush darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. (apa/red)
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