Wird Kroatien etwa 28. EU-Mitgliedsstaat? Barroso und Sanader überaus zuversichtlich
- Genauer Zeitplan soll bis Ende des Jahres vorliegen
- Beitritt zur Union vorraussichtlich 2010 oder 2011

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Die EU-Kommission hat auf das Einlenken Kroatiens im Streit um seine Fischereischutzzone in der Adria reagiert: Kroatien könnte seine EU-Beitrittsverhandlungen bereits 2009 abschließen, sagte Kommissionspräsident Barroso. Kroatien hatte beschlossen, die Umsetzung der Zone für EU-Mitgliedsstaaten auszusetzen, um den seit Monaten stockenden EU-Beitrittsgesprächen neuen Schwung zu geben.
"Diese Entscheidung war richtig im Sinne des nationalen Interesses - und das ist der EU-Beitritt", sagte der kroatische Ministerpräsident Ivo Sanader. Barroso kündigte an, dass EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn im Herbst diesen Jahres einen genauen Zeitplan für den geplanten Abschluss der Beitrittsverhandlungen präsentieren werde.
Er habe "vollstes Vertrauen, dass Kroatien die Bedingungen für einen Beitritt erfüllen" werde, wie zum Beispiel eine Reform im Justizwesen und die nach wie vor ausstehenden Restrukturierungen bei Werften, sagte der Kommissionspräsident. Er hält es für durchaus möglich, dass die Verhandlungen auf technischer Ebene im nächsten Jahr abgeschlossen werden können, "bevorzugt noch vor Ende der Kommissionslegislaturperiode" im November 2009, sagte Barroso.
"Ich bin sehr zuversichtlich, dass Kroatien das 28. Mitgliedsland der EU sein wird", sagte Sanader. Die Kroaten seien bereit und willig, alle nötigen Maßnahmen für einen EU-Beitritt im laufenden Jahr zu setzen und sollten in der Lage sein, den Verhandlungsprozess im Herbst nächsten Jahres abzuschließen. Sollte sich der Zeitplan bestätigen, dürfte Kroatien voraussichtlich 2010 oder 2011 der EU als 28. Mitgliedstaat beitreten.
(apa/red)
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