Russland-Beteiligung an Einsatz im Tschad: Wollen Transport-Helis zur Verfügung stellen
- 2008: Strategische Partnerschaft der EU mit Russland
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Russland will sich an der EU-Mission zum Schutz von Flüchtlingen und Hilfsorganisationen im Tschad beteiligen. Die Regierung in Moskau habe beschlossen, Transporthubschrauber zur Verfügung zu stellen, sagte der russische Verteidigungsminister Serdjukow. Die Stationierung der 3.700 Mann starken Truppe im Tschad und in der angrenzenden Zentralafrikanischen Republik hat bereits begonnen.
Serdjukow war in Paris gemeinsam mit Russlands Außenminister Lawrow zu Gesprächen mit dem französischen Außenminister Kouchner sowie Verteidigungsminister Morin zusammengekommen. Kouchner kündigte an, er wolle unter französischer EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2008 eine strategische Partnerschaft der EU mit Russland unter Dach und Fach bringen. Verhandlungen über ein neues Partnerschaftsabkommen der EU mit Russland liegen derzeit auf Eis. Nach weitgehender Annäherung in einem zweijährigen Streit um ein russisches Importembargo gegen Fleisch aus Polen im Dezember gibt es Hoffnungen auf neue Verhandlungen zwischen Moskau und Brüssel.
Die EUFOR soll im Tschad Hunderttausende Flüchtlinge aus der benachbarten sudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur schützen. Es sind schon Soldaten vor Ort, demnächst soll die EUFOR die volle Stärke von 3.700 Personen umfassen. Österreich will insgesamt 160 Soldaten in den Tschad entsenden, 145 sind schon im Einsatzgebiet. Die meisten Soldaten stellt Frankreich. Der EUFOR-Einsatz ist auch durch eine UNO-Resolution gedeckt; er verzögerte sich u.a., weil die EU-Mitgliedstaaten nicht genügend taugliche Helikopter zur Verfügung stellten.
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